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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Complete Strangers«

Vetiver

Schon seit Jahren sind Vetiver auf der Suche nach sich selbst, stochern tiefenentspannt in Neo Folk und funky Indie-Vibes herum. Entscheiden wollen sie sich trotzdem nicht.
Geschrieben am
Schon »Stranger Still«, der Opener von Vetivers neuem Album »Complete Strangers«, macht klar: Diese Band nimmt sich Zeit. Über sieben Minuten baut sich der Song auf, bis sein Vibe die Hörer langsam und sorgenfrei davonträgt. Trotz der vielen Mitgliederwechsel der letzten Jahre spürt man auf der Platte keine Anzeichen für Trubel oder gar Veränderung. House-Beats, Krautrock-Elemente, Saxofon und Jack Johnsons Lagerfeuerromantik formen einen angenehmen Sound, der Helden wie Erlend Øye und Bon Iver ähnelt.

Dazu passt auch die bittersüße Melancholie in den Texten, mit der Frontmann Andy Cabin Songs wie »Loose Ends« nach unendlicher Freiheit klingen lässt. Mit diesem sacht eingeflochtenen Pathos haben Vetiver eines der ungezwungensten Alben des Jahres geschrieben, auch wenn es vor allem gegen Ende ein wenig mehr Würze hätte vertragen können. Stattdessen entschleunigt ihre Musik alles in den Räumen, in denen sie tönt, und zwingt die Zuhörer zum Daliegen und Nichts-Tun. Es tut gut, einzuhalten und sich hier hineinfallen zu lassen. Was könnte man währenddessen schon Großes verpassen?
– Vetiver »Complete Strangers« (Easy Sound / Membran / VÖ 18.09.15)

Vetiver

Complete Strangers

Release: 24.03.2015

℗ 2015 Andrew Cabic