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Verschieben ihre Tour aus Angst vor einem Währungscrash

Metallica

Die europäische Gemeinschaftswährung ist derzeit angeschlagener denn je. Während sich verschiedene Staaten bereits kurz vor der totalen Pleite befinden, macht sich die Angst vor der Krise auch im Musikbusiness breit.
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EU-Staaten, die mit viel zu hohen Schulden um ihr Überleben bangen müssen und eine Währungsunion, deren Prinzipien zum Kopfschütteln animieren: Diese und weitere Punkte servieren eine Antwort auf die Frage, was denn eigentlich so sehr falsch gemacht wurde. Eine andere Frage sollte sich in den kommenden Wochen allmählich klären: Wird der Euro überleben und wenn ja, welche Folgen wird die Krise trotzalledem für einzelne EU-Länder haben? Nicht nur die Politik kennt seit Monaten kaum ein anderes Thema, auch das Musikgeschäft fühlt sich dieser Tage von der Krise betroffen. Die für das Jahr 2013 geplante Europatournee von Metallica wurde kurzerhand auf 2012 vorverlegt -  mit der Begründung, man habe Angst, die einzelnen europäischen Staaten könnten die erforderlichen Gagen der Band im siebenstelligen Bereich im Falle eines Währungscrashs nicht aufbringen.

Cliff Burnstein, der neben seiner Tätigkeit für Metallica auch als Manager für die Red Hot Chili Peppers agiert, erklärte einer US-Zeitung, dass Einnahmen aus Konzerten im Ausland mittlerweile circa drei Viertel des Jahresumsatzes ausmachen. »Wir sind ein US-Export, genau wie Coca Cola. Wir suchen uns die besten Märkte aus«, debattiert  Burnstein weiter. Bereits acht Monate im Voraus bestimme der Manager, in welcher Währung die Gagen seiner Künstler ausgezahlt werden müssen, immer unter Beachtung der aktuellen Kurse. Keinesfalls wolle er eine Show in einem Land genehmigen, das kurz vor dem finanziellen Zusammenbruch stehe. Metallica-Fans dürften zwiegespalten sein, denn während den einen die Empörung einholt, wird sich der andere über den infolgedessen bereits im kommenden Jahr stattfindenden Auftritt Metallicas bei Rock am Ring freuen.