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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Waiting For Something To Happen

Veronica Falls

So jung und schon so kaputt: »I got a bad feeling / It’s not going away«, besingt Roxanne Clifford auf »Bad Feeling« ein chemisches Ungleichgewicht in ihrem Kopf.
Geschrieben am

Autor: intro.de

Weltschmerz ... Das klingt arg pubertär. Doch so einfach ist es nicht, denn Clifford stilisiert viel mehr, als dass sie wirklich leidet. Da wird schlechte Laune zum Teil der Inszenierung als Band.

Damit folgen sie einem Großteil der sie inspirierenden Twee-Pop- und C86-Bands, die auch gerne mal zu düsterromantischen bis melancholischen Textpassagen griffen, um damit ihren poppigen Charme durch Bipolarität aufzuwerten. Diese good and bad vibrations sind das Leitmotiv der stilbewussten Briten. Auf »Waiting For Something To Happen« – ihrem zweiten Album – entwerfen sie ein emotional wechselseitiges Stimmungsbild, das sich textlich an den Irrungen und Wirrungen von Heranwachsenden labt. Verpackt werden diese Coming-of-age-Geschichten in blecherne Powerpop-Singalongs, die von oben bis unten mit ohrwurmartigen Melodien eingeschmiert sind. Extrapunkte gibt’s für die Gitarrenarbeit – The Pains Of Being Pure At Heart lassen grüßen.

In drei Worten:
Jammern / Mit / Niveau