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»II«

Vermont

Chips wie Gebirge, Platinen wie Landschaften. Vermonts Ambient-Ästhetik wandert da, wo andere noch tanzen.
Geschrieben am
Was für eine außergewöhnliche und unerwartete Platte. Obwohl sich das ungleiche Produzentenduo aus Danilo Plessow alias Motor City Drum Ensemble und Marcus Worgull schon zum zweiten Mal für eine LP zusammenfindet, ist man immer noch überrascht, wie gut sie miteinander harmonieren. Auf der einen Seite ist da Plessow, deutsche Deep-House-Ikone, der nicht nur als Motor City Drum Ensemble, sondern auch mit seinem Projekt Inverse Cinematics für von Jazz und Soul gespeisten House bekannt ist; auf der anderen Seite Worgull, der als Teil der Innervisions-Crew und Party-Host in Köln eher für technoiden House steht. Vielleicht trifft man sich gerade deswegen nun auf einem unwahrscheinlichen Gelände wieder. »II« ist wie sein Vorgänger »Vermont« ein Ausflug in Ambient und einen House, der Beats missen lässt, in Landschaften aus Synthesizern. Die wunderbaren Stücke mäandern, klingen manchmal nach Cluster und anderen Krautikonen, dann wiederum nach Wave oder gar topaktuell. »Norderney«, »Gebirge« oder »Wenik« verdichten die Vermutung, dass es hier um die Divergenz zwischen Natur und Kultur geht. Dem sublimen Natürlichen wird eine manchmal leicht zappelige, manchmal campe Ästhetik entgegengesetzt. Das ist ganz wunderbar und tappst nicht in die Falle, eine Naturlandschaft abbilden und eine neue deutsche Romantik ausrufen zu wollen. Das Handwerk ist hier jederzeit zu spüren. Und das lässt »II« mehr als angenehm wirken.

Vermont

II

Release: 10.02.2017

℗ 2017 Kompakt

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