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Velocifero

Ladytron

Der Velocifero ist ein Roller. Ein Roller, der ein wenig im Retro-Style daherkommt. Allerdings wirkt er (vielleicht auch grade deswegen) ziemlich zeitlos.
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Der Velocifero ist ein Roller. Ein Roller, der ein wenig im Retro-Style daherkommt. Allerdings wirkt er (vielleicht auch grade deswegen) ziemlich zeitlos. Irgendwie süß schaut er auf den Fotos im Netz aus. Eine Homepage verrät sogar, dass Leute wie Robbie Williams, die Gallagher-Brüder und Elton John ein solches Gefährt ihr Eigen nennen dürfen.


"Velocifero" ist auch der Name des mittlerweile vierten offiziellen Ladytron Studio-Albums. Die nach einem Song von Roxy Music benannte Liverpooler Band hat sich damit einen passenden Titel für ihr aktuelles Werk ausgesucht. Denn Ladytron reisen ja musikalisch auch gerne in die Vergangenheit und bringen dabei Erinnerungs-Stücke mit, die trotz der Deutlichkeit ihrer Zeitbezogenheit eigen und frisch wirken. Auch auf "Velocifero" hört man wieder Bands wie Human League, Soft Cell, Depeche Mode und Visage.

Der Opener "Black Cats" wartet dabei mit einer enorm fetten Bassline auf. Die analogen Synths brettern hier so dick produziert wie bisher auf keinem Album von Ladytron. Eigentlich kein Wunder, denn mit Alessandro Cortini (Nine Inch Nails) und Vicarious Bliss von Ed Banger Records hat man sich zwei sehr amtliche Produzenten ins Studio geholt. Das ist aber eigentlich auch schon das einzig Neue. Ansonsten stagnieren Ladytron so ein klein wenig. Macht für den Liebhaber solcher Musik natürlich nix, denn das stets akkurat frisierte und durchgestylte Quartett bewegt sich dabei konstant auf einem hohen Niveau. Komplexe Arrangements und ausgefeiltes Songwriting zeichnen die 13 Tracks des Albums aus.

Vielleicht fehlt "Velocifero" der Über-Hit, den bisher jedes Album von Ladytron vorzuweisen hatte. Aber hey, keine Angst, obwohl die Grundstimmung etwas düsterer ist als sonst, bleiben Ladytron gewohnt catchy und äußerst eingängig. Und die Songs wachsen bei jedem Durchlauf ein wenig mehr.