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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Land«

Vague

Vague erkunden auf »Land« die verfremdende Wirkung von Saxofon und Drum-Computer, ohne dabei ihren trägen, hochsommerlichen Gitarrensound zu verlieren.

 

Geschrieben am

In ihrem bisherigen musikalischen Schaffen haben sich die fünf Österreicher der Band Vague vor allem dem gitarrenkonzentrierten, von der Sommerhitze schwerfällig gewordenen New Wave hingegeben. Auf ihrem zweiten Album »Land« tasten sie sich jetzt weiter vor, setzen neue Instrumente ein und lassen Genregrenzen dabei hinter sich zurück. In der Produktionsweise haben sich Vague deshalb auch bewusst gegen ein professionelles Studio und die Unterstützung durch einen Produzenten entschieden. Stattdessen ist »Land« dominiert vom wirkungsvollen Zusammenspiel aus zufälligem Experiment – wie dem Einsatz von Auto-Tune – und dem für Vague typischen leichtfüßig-verträumten Gitarrenrock.

Die stilistischen Brüche werden von einer müden, sommerlich trägen Atmosphäre zusammengehalten. Die Klangvielfalt und die bewusst fehlende Dramaturgie erinnern an (Sandy) Alex G und dessen fragmentarisch-vielschichtiges Universum. Wie Suchende durchstreifen Vague auf »Land« die verschiedensten Genres und besingen dabei die Sehnsüchte und Absurditäten des Lebens. Beim Hören wird man Teil dieser Erkundung und läuft manchmal auch Gefahr, sich im klanglich dichten »Land« zu verlaufen.

Vague

Land

Release: 01.06.2018

℗ 2018 Siluh Records