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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Urban Evacuation

Up. Bustle & Out

Einen langen Weg sind Up, Bustle & Out gegangen: Ninja-Tune-Act der ersten Stunde, vom gefälligen TripHop der frühen 90er bis zu dieser Inkarnation im Jahr 2003. Und für DJ Rudy und Clandestine Ein führte der Weg nach vorne tief zurück in die 70er, nach Jamaika, in den Dub. Eindeutig die Vocal-lasti
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Einen langen Weg sind Up, Bustle & Out gegangen: Ninja-Tune-Act der ersten Stunde, vom gefälligen TripHop der frühen 90er bis zu dieser Inkarnation im Jahr 2003. Und für DJ Rudy und Clandestine Ein führte der Weg nach vorne tief zurück in die 70er, nach Jamaika, in den Dub. Eindeutig die Vocal-lastigste Platte aus dem Hause UBO, ist “Urban Evacuation” eine große Verbeugung vor den Gründervätern des Dub-Reggae. Allen voran natürlich King Tubby, aber auch Augustus Pablo scheint in den wehmütigen Melodica-Melodien durch. Scheinbar richtungslos gleitet die Musik dahin, zwischen allen Instrumenten ist Platz für Hitze, für freies Grooven und für Jazz. Doch können sich UBO der Reggae-heiligen Reinheit nicht auf Dauer verschreiben, da juckt der alte Eklektizistenfinger. In “Guitar Soldiering Down Mexico” verbindet sich Rude-Boy-Toasting mit Kalimbas, Flamenco-Gitarre, Streichern, Kung-Fu-Flöte und straighten HipHop-Drums zu einem Mini-Road-Movie der gelungenen Art. Und von diesem Punkt des Albums an bewegen sie sich wieder auf gewohntem Terrain. Dub-Reggae bleibt nur einer der Einflüsse, munter werden die Sounds der Welt zu einer beschwingt groovenden Soße gemixt. Und da haben schließlich auch noch Tablas und indische Bläser Platz.