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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Die Redaktion empfiehlt

Unsere Tipps fürs Reeperbahn Festival 2016

Los geht's mit dem Reeperbahn Festival in Hamburg. Unsere Redaktion ist dabei und hat ein paar Empfehlungen für euch. 
Geschrieben am

WOMAN  

Jedes Jahr bringt die Festivalsaison neue Musik-Größen hervor, zieht sie liebevoll von Veranstaltung zu Veranstaltung groß, um sie im Herbst in die weite Musikwelt zu entlassen. Seine Flügel spannen konnte diesen Sommer das Electro-Trio WOMAN: Mit Auftritten auf dem Melt!, Haldern Pop, Appletree Garden oder Lollapalooza war es praktisch unmöglich, den drei Jungs aus Köln nicht zu begegnen. Auch der Reeperbahn statten die Anchor Award-Nominierten einen Besuch ab und präsentieren in gleich zwei Konzerten ihre erste EP »Fever« – melancholisch-funkiger Electro-Pop, mal trüb und verschleiert, mal fiebrig und sexy.  
Wann und wo? Mittwoch, 22:50 Uhr, Imperial Theater und Donnerstag, 23:50 Uhr, Angie’s Nightclub Empfohlen von Laura Nürnberger

Oum Shatt

Das Reeperbahn Festival sollte vor allem genutzt werden, um Neues zu entdecken. Deshalb empfehle ich hier nicht Sophia, die mich am Samstag ab 21 Uhr in der St. Michaelis Kirche zu Tränen rühren werden, sondern Oum Shatt  aus Berlin. Von all den tollen, mehr oder minder neuen Indie-Bands, mit denen wir für Intro sprachen, haben sie mich nachhaltig (und leider etwas zeitverzögert) am meisten begeistert. Warum? Weil Indie aus deutschen Landen in diesen Tagen genauso klingen sollte: erfrischend undeutsch, ohne klackenden Stock im Arsch, dafür mit Einflüssen jenseits der üblichen Verdächtigen (in diesem Fall: arabische Populärmusik), und das Ganze auf Rhythmen, die auch Tanzmuffel wie mich zum Zucken bringen.  
Wann und wo? Mittwoch, 23:45 Uhr, Prinzenbar und Samstag, 21:24 Uhr, Grüner Jäger
Empfohlen von Daniel Koch

Acid Arab

Ihr wolltet schon immer mal eine Hochzeit im Nahen Osten crashen? Hören, zu welchen Melodien türkische Hochzeitsgäste das Tanzbein schwingen und persische Paare ihre Liebe besiegeln? Acid Arab machen dies und mehr seit 2012 möglich. Die Pariser Kombo um Guido Minisky und Hervé Carvalho verbindet orientalische Folklore mit Acid-House-Klängen der ersten Stunde. Dazu gibt es meist verführerische Vocals zu hören. Wer die Chance hat, dieses großartige Projekt live zu erleben, sollte sich nicht davon abbringen lassen, denn es lohnt sich zu sehen, wie das französische Kollektiv ferne Welten und fremde Klänge mit moderner, elektronischer Musik in Einklang bringt – und das ganz ohne orientalische Klischees.
Wann und wo? Donnerstag, 20:00 Uhr, Molotow SkyBar
Empfohlen von Sermin Usta

Jain  

Die Französin hat als junges Mädchen die ganze Welt gesehen und aus jedem Land Einflüsse für ihre Musik gesammelt. Jain bastelt aus Jazz, Electro, lateinamerikanischen Gitarren, afrikanischen Percussions, zig Loops und tollem Gesang wunderbar leichtfüßigen Pop, der sich bestens eignet, um tanzen zu gehen. Wer lieber nur zuguckt, kommt dank der sehr coolen Bühnendeko in schwarz-weiß ebenfalls auf seine Kosten.  
Wann und wo? Donnerstag, 20:05 Uhr, Docks
Empfohlen von Julia Brummert

Giant Rooks  

Hamm schuldet uns was, das weiß Hamm auch. Denn was hat Hamm bislang für den Pop getan? Nüscht! Und nun kommt es plötzlich aber ganz dick und die Stadt, in der normal nur ICEs ge- und entkoppelt werden, schickt mit Giant Rooks ein wirklich talentiertes Quintett aus der U20-Liga. Und während viele Indie-Pop machen, weil sie ihre Langweile zu der unseren machen möchten, überrascht hier: Die können Songs schreiben! Und sie auf der Bühne auch so präsentieren, als wäre hätte sie ein Vielfaches der Größe, die sie aktuell hat!  
Wann und wo? Donnerstag, 20:10 Uhr, Kaiserkeller.
Empfohlen von Carsten Schumacher

The Lemon Twigs

Mit diesem unverschämt jungen NYC-Geschwisterduo hat das traditionsreiche Label 4AD mal wieder ein echtes Kleinod ausgebuddelt. Auf ihrem Mitte Oktober erscheinenden Debütalbum »Do Hollywood« versammeln Brian und Michael D’Addario eine ganze Kette von Perlen des 1960er-Pop, ausladend wie die späten Beatles, aber auch konzentriert und ambitioniert hittig wie Lou Reed oder David Bowie. Die Referenzen sind also schon jetzt überlebensgroß, die Lemon Twigs haben aber durchaus das Zeug dazu, in deren Sphären vorzustoßen.  
Wann und wo? Freitag, 21:10 Uhr, Molotow
Empfohlen von Christian Steinbrink

Odd Couple

Ihren letzten Auftritt während des Intro Intims im Rahmen der Kölner c/o pop bestritten Odd Couple aus Berlin keineswegs als Paar – schließlich stand das vermeintliche Couple zu dritt auf der »Bühne« zwischen etlichen Second-Hand-Platten des Recordstores »Nunk«. Aber wenigstens der Seltsamkeit in ihrem Bandnamen machten sie alle Ehre: mit wunderbar unhippen Klamotten zu ungekämmten langen Haaren und vor allem mit ihrem rumpelig-bluesigen Garage-Sound. Diesen geilen Krach mit leichtem 60er-Jahre-Rock’n’Roll-Einfluss sollten sich 90er-Grunge-Fans auf dem Reeperbahn Festival keinesfalls entgehen lassen. Alle anderen aber auch nicht.  
Wann und wo? In der Nacht von Freitag auf Samstag, 00:15 Uhr, Molotow SkyBar
Empfohlen von Senta Best

Christian Löffler  

»Christian Löfflers Perspektive auf House hebt sich dadurch von anderen Entwürfen des Genres ab, dass er ihre introvertierte Seite herauskehrt«, ist auf den Review-Seiten der Intro #246 zu lesen. Wer jetzt befürchtet, dass der Dancefloor bei Löfflers Live-Set zum Standfloor verkommt, der sei beruhigt: Der Mitbegründer des Plattenlabels Ki Records, dessen zweites Album »Mare« am 7.10. erscheint, weiß genau, wie man mit sanftem Sound für Stimmung sorgt – das hat er nicht zuletzt beim Off Sonar in Barcelona bewiesen.  
Wann und wo? In der Nacht von Freitag auf Samstag, 00:30 Uhr, Häkken
Empfohlen von Frederike Ebert

Pop Lecture mit Jochen Bonz: »Frauen in der Hamburger Schule«  

Die Akteure der Hamburger Schule sind schon lange festgeschrieben in den Geschichtsbüchern des Pop. Googlet man die Schlagwörter tauchen sie alle auf: Blumfeld, Tocotronic, Die Sterne, u.s.w. Die ganz Großen eben. Doch wo sind die Frauen? Mit dieser Frage im Hinterkopf hat der Kulturwissenschaftler Jochen Bonz mit Studierenden der Uni Bremen die bekannten Erzählungen neu aufgerollt – aus der Sicht der damals beteiligten Frauen. In der Millerntorwache stellt er nun – schlüssig und greifbar – die Ergebnisse vor und liest Passagen aus einem Interviewband, der während der Recherchen entstand.  
Wann und wo? Samstag, 18:00 Uhr, Millerntorwache
Empfohlen von Henrike Schröder

Lass uns von der Hamburger Schule reden: Eine Kulturgeschichte aus der Sicht beteiligter Frauen

Release: 28.10.2011

Like A Motorcycle  

Immer wieder schön, wenn Newcomer nach alten Helden klingen. Die Band von der kanadischen Ostküste spielt polternden, unpolierten Punkrock, der die Errungenschaften der so-called Grunge-Szene Seattles verinnerlicht hat und im schwach belüfteten Probekeller zwischen umgeworfenen Bierkästen und abgewetzten Ledersofas haust. Anfang September erschien das Debütalbum »High Hopes«, das genug Wut für die Bewältigung der Arbeitswoche liefert.  
Wann und wo? Samstag, 21:00 Uhr, MS Claudia
Empfohlen von Bastian Küllenberg