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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Alles was wir machen ist Kunst«

UNS

Wirre gute Ohrwurm-Kapriolen. Laser, hyper und titanisch klingen UNS mit ihrer zweiten Platte »Alles was wir machen ist Kunst«. Diese Generalausrede lassen wir ihnen durchgehen. 

 

Geschrieben am

Der Ansatz des aus Sn Cleemann, Sepp Ingermann und Jens Gathemann bestehenden Trios UNS folgt ganz dem von Joseph Beuys, der einst alles zu Kunst und jeden zum Künstler erhob. Bei ihnen ist das aber natürlich ironisch gemeint – oder etwa doch nicht? Aus Spaß wird Ernst, aus süßen Melodien sägende Song-Bretter. UNS klingen wie Deichkind von einer Kunsthochschule, könnte man denken – und hätte damit gar nicht so unrecht. Denn der Künstler macht die Kunst, und nicht umgekehrt.

Der Sound der LP wirkt wie Boogie-Woogie-Laser: Klingt knackig, geht nach vorne. Textlich bewegt sich das Trio auf den schlauen Faden des »Alles darf gesagt werden«: Der Albumtitel wird ernst genommen, indem nichts ernst genommen wird. Spaß macht das dann, wenn man als Hörer an Synthesizer-Rock mit Pose Spaß hat. Etwas anstrengend ist es für all jene, die mit Klamauk und Synthesizer-Sex nichts anfangen können. Im Prinzip handelt es sich bei UNS um eine Partytruppe, die auf ihr »Right to party« besteht. Wer seinen Cocktail am liebsten aus der Discokugel trinkt, Laser mag und ringsherum Nebel, wird sich auch hier zu Hause fühlen. 

 

Uns

Alles was wir machen ist Kunst

Release: 01.06.2018

℗ 2018 Sinnbus