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¡Uno!

Green Day

Der viele Rock’n’Roll und das Ausufernde sind einfach die Antithese zu dem, was man an Green Day mag. Statt Pointiertheit gibt’s viel überproduziertes Geschwurbel. ¡Leider!
Geschrieben am

Autor: intro.de

Das, was Green Day in den Neunzigern extrem knackig machte, war ihre Verkürzung, die punkige Knappheit der Drei-Minuten-Hits auf »Dookie«, Rotz und Co. Was Green Day allerdings im letzten Jahrzehnt noch extrem erfolgreicher werden ließ, war der Griff zum Epischen, zum Bedeutsamen – sowohl bezogen auf die Musik als auch aufs Textliche. Ihr »American Idiot« verkörperte das »gute« (aber immer noch corporate) Amerika in den Jahren der Bush-Regression. Im Nebeneffekt wurden Green Day Platin-Stars statt tingelnde Punker um die 40. Und nun? Nun wirken die drei geschwätzig und unentschlossen, wenn sie mit drei Alben (kurz hintereinander veröffentlicht) auftrumpfen. Niemand hat ein Dreifach-Album voller Hits. Green Day auch nicht, sie wollen halt mal »was anbieten«. Doch der viele Rock’n’Roll und das Ausufernde sind einfach die Antithese zu dem, was man an Green Day mag. Kurz gesagt: Statt Pointiertheit gibt’s überproduziertes Geschwurbel jenseits von zwingend. ¡Leider!

In drei Worten: Ex / Punk / USA