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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Modern English Decoration«

Ulrika Spacek

Die Briten Ulrika Spacek verfeinern auf ihrem zweiten Album ihren zuvor noch etwas zerfahrenen Artrock.
Geschrieben am
Wie soll man sich nun den Sound einer Band vorstellen, die sich in Schnapslaune nach einer Kreuzung aus Ulrike Meinhof und Sissy Spacek benannt hat? Nun, die Antwort ist leider weniger spannend als erhofft. Kurz nach der Band-Gründung in Berlin haben die gebürtigen Briten ihre Referenz-Zelte zwischen Bands wie Deerhunter, DIIV und einigen Artrock- und Noise-Bands aufgeschlagen und 2016 mit »The Album Paranoia« ihr Debüt abgeliefert, das trotz guter Ansätze zu zerfahren wirkte und zu sehr nach Indie-Schablone klang. Ihr zweites Album besitzt dank der stärker hervorgehobenen Melodiebögen marginal mehr Kontur, und die Stücke gewinnen durch den dynamischen Aufbau durchaus an Sog. So durchleben wir auf »Modern English Decoration« vernebelt krautiges Geschwurbel, das meist das nötige Gleichgewicht aus monumental mitgerissen und monumental gelangweilt schafft und zumindest in den besten Songs wie »Victorian Acid«, »Everything, All The Time« und dem Vorzeige-Track »Full Of Men« mehr tut, als nur cool zu klingen.

Ulrika Spacek

Modern English Decoration

Release: 02.06.2017

℗ 2017 Tough Love Records