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»Stereolith«

Ulan Bator

Die französischen Altmeister Ulan Bator orientieren sich auf »Stereolith« an Post- und Krautrock, ohne den Genres besondere Höhepunkte hinzuzufügen.
Geschrieben am
Manchmal muss man sich als Popkritiker bemühen, nicht zynisch zu werden. Schließlich kommt es vor, dass selbst die geschmackloseste Platte als Meisterwerk oder zumindest Neuerfindung eines Genres angekündigt wird. Man muss sich auch mal mit gekonnter Mittelmäßigkeit zufrieden geben. Und ich will es nicht als Unfairness verstanden wissen, »Stereolith« von Ulan Bator so einzuführen. Das Album ist eine Postrock-Platte mit Krautrock-Anleihen und klaren Bezügen zu ikonischen Vorbildern, immerhin heißt ein Track sogar »NeuNeu«. Aber auch wenn oft ein motorisches Schlagzeug treibt und Hauptmotive als Ostinato leiern, muss man es ja nicht sofort Krautrock nennen. Die Band um Olivier Manchion und Amaury Cambuzat, die sich wirklich schon 13 Alben lang durch die Lande zocken, ist einem eingeweihten Publikum schon länger bekannt und sicher des Reinhörens wert, da darf man mich nicht falsch verstehen. Postrock-Fans wird bei einigen Passagen und Stücken zweifellos das Herz aufgehen. Cambuzats in Englisch und Französisch vorgetragener Gesang passt ganz vortrefflich und untermalt die Stimmung gut. Alles okay, aber eben kein Meisterwerk.

Ulan Bator

Stereolith

Release: 24.02.2017

℗ 2017 Bureau B