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»In A Poem Unlimited«

U.S. Girls

Groove statt akustische Störfeuer: Mit ihrem sechsten Album macht Meg Remy den Schritt zum Jazz, ohne die Melodien zu vergessen. Und auch nicht die Wut.
Geschrieben am
Im Januar erschien mit dem neuen Album der Experimental-Pop-Künstlerin Tune-Yards ein wütendes Werk über Privilegien und Zustände, im März ergänzt Meg Remy alias U.S. Girls – wesentlich poppiger und melodiöser, aber nicht weniger machtvoll. »Why do I lose my voice, when I have something to say«, beklagt einmal eine heisere Stimme, aber das scheint hier nicht der Normalzustand zu sein. Remy singt wie ein Love-Child von Kate Bush und Cockney Rebels Steve Harley: schief, süßlich, kraftvoll und charismatisch – während das Kollektiv The Cosmic Range aus Toronto, eine der besten kanadischen Avant-Funk-Jazz-Combos, dahinter immer andere traditionelle Pop-Sprachen auslotet.

Denen allen ist gemeinsam, dass sie eine Balance zwischen episch und groovy austarieren, wie man sie vielleicht Ende des letzten Jahrzehnts bei den Yeah Yeah Yeahs fand. Das mag alles in allem weniger experimentell sein, weniger mutig als die ersten Alben, vor allem ist es viel größer produziert, als es 2008 das Debüt »Gravel Days« gewesen ist. Diese Musikerin zu einer solchen künstlerischen Reife gewachsen zu erleben, souverän zwischen Stilen und Melodien springend, macht dieses Album zu einem großen Vergnügen.

U.S. Girls

In a Poem Unlimited

Release: 16.02.2018

℗ 2018 4AD

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