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»Epoch«

Tycho

Vom Schlafzimmer-Frickler zum Band-Artist war es ein weiter Weg. Mit »Epoch« scheint Scott Hansen alias Tycho aber angekommen zu sein.
Geschrieben am
Als Tycho mit dem Album »Dive« 2011 den Durchbruch schaffte, sorgte die anschließende Tour für einen markanten Einschnitt in seine Arbeit: Erstmals brachte er die flirrenden Downtempo-Stücke gemeinsam mit einer Live-Band auf die Bühne. Den daraus entstehenden Kontrast aus elektronischer und organischer Energie verfeinerte er in den kommenden Jahren immer weiter. »Awake« stellte 2014 die zwar erfolgreiche, aber immer noch auf wackligen Beinen stehende Zwischenepisode dar, »Epoch« ist nun, knappe sechs Jahre nach »Dive«, das große Ankommen. Die Tracks wirken vital, die Ambient-Sequenzen sind nur noch Bindeglieder zwischen üppigen Ideen und treibendem Groove. Das ist mehr IDM und Electrogaze als Synthie-Fläche, mehr Caribou als Boards Of Canada. Bei aller Euphorie bleiben die Stücke auf Tychos drittem bei Ghostly erscheinendem Album angenehm unaufdringlich. Kein Wunder, schließlich war Scott Hansen schon in seinen Mittdreißigern, als er ins Blickfeld der Öffentlichkeit geriet. Da waren die Flausen und Angebereien schon verlebt und der Fokus ausschließlich auf das Musikalische gerichtet. So ist das als Ende eines Zyklus apostrophierte Werk gleichzeitig sein strahlendster und erwachsenster Output – als Kopf einer Band, den Schlafzimmern entronnen.

Tycho

Epoch

Release: 30.09.2016

℗ 2016 Ghostly International