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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Ty Segall«

Ty Segall

Noise-Alarm! Der Garagen-Teufel Ty Segall lässt es wieder krachen, aber erst die soften Zwischentöne seines neuen Albums rechtfertigen das Prädikat Meisterwerk. Mal wieder.
Geschrieben am
Was tun in einer chaotischen Welt voller »fake news«? Am besten macht man sich auf die Suche nach wenigstens innerer Wahrhaftigkeit. Ty Segall, der umtriebige Kalifornier, dessen musikalischer Output wohl jeden Akkordarbeiter am Fließband erblassen lässt, betitelt daher sein zehntes Studioalbum seit 2008 (Kollaborationen exklusive) schlicht: »Ty Segall«. Musikalisch wirkt das wie ein überquellendes Kompendium seines bisherigen Schaffens. Es scheppert gewaltig im bekannten Referenzrahmen aus Garagenrock, Psychedelic und fuzzigem Noise-Wahnsinn. »Thank You Mr. K« verbrät alles zwischen Stooges und Led Zeppelin, garniert mit typisch hingerotzten Gitarrensoli. Introvertierte Stücke wie die Roots-Rock-Ballade »Talkin’« oder das Bowie’eske Liebeslied »Orange Color Queen« erinnern dabei eher an das 2013er-Akustikalbum »Sleepers«. »Take Care« steht zum Abschluss noch mal stellvertretend für das ausgewogene Zusammenspiel aus Westcoast-Harmonie und Krach.

Wer Ty Segall bisher noch nicht auf dem Schirm hatte, findet hier den perfekten Einstieg. Aber Beeilung, die nächste Platte ist bestimmt schon in der Mache!

Ty Segall

Ty Segall

Release: 27.01.2017

℗ 2017 Drag City