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»The Free Life«

Turbowolf

Die überkandidelten Stoner-Rock-Punk-Psychedeliker aus Bristol legen auf ihrem dritten Album in puncto Campness noch eine Schippe drauf. 

Geschrieben am

Konnte man die beiden Vorgängeralben Turbowolfs beim beiläufigen Durchhören und mit viel Ignoranz noch mit ernsthaftem Kiffer- beziehungsweise Macker-Rock verwechseln, ist dieses Missverständnis auf »The Free Life« so gut wie ausgeschlossen. Bei »Up & Atom« gönnen sich die vier nach ein paar versponnen-psychedelischen Minuten eine große Portion absurden Bombasts, sofern das bei ihrem rohmixartigen Rumpel-Sound überhaupt möglich ist. 

Der Titelsong zitiert mit seinem monströsen, pompösen Intro die für Stoner-Rock typische Überwältigungsästhetik, um dann in eine besonders herzerfrischende Form der für diese Band bezeichnenden, ironisch-albernen Herangehensweise an harte Gitarrenmusik abzudrehen. Damit – und mit ihrem derben Sound – sind Turbowolf nicht weit entfernt von ihren Freunden Death From Above, deren Sänger Sebastien Grainger auf »Cheap Magic« mitmacht. Ausreißer aus diesem Konzept: »Halfsecret« erinnert an schwermütigen Spät-1970er-Postpunk und ist tatsächlich das am wenigsten witzige (aber vielleicht beste) Stück des Albums. Auch wenn sich Turbowolf von konventionellem Rock noch weiter entfernt haben als zuvor, hat man nie das Gefühl, hier einer bloßen Parodie zuzuhören, sondern einer liebevollen Weiterentwicklung, die die genreüblichen Klischees souverän und humorvoll aufzugreifen weiß.

Turbowolf

The Free Life

Release: 09.03.2018

℗ 2018 SO Recordings / Silva Screen Records Limited

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