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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Live At House Of Blues

Tupac

Es bleibt dabei: Rapper sind live on stage, wenn nicht grottenschlecht, so doch weit entfernt von der Qualität ihrer Studioaufnahmen. Rap ganz alleine funktioniert eben außerhalb einer Jam nicht länger als zwanzig Minuten, dann wird’s langweilig. Für Tupac-Fans sind die Aufnahmen aus dem legendären
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Es bleibt dabei: Rapper sind live on stage, wenn nicht grottenschlecht, so doch weit entfernt von der Qualität ihrer Studioaufnahmen. Rap ganz alleine funktioniert eben außerhalb einer Jam nicht länger als zwanzig Minuten, dann wird’s langweilig. Für Tupac-Fans sind die Aufnahmen aus dem legendären House Of Blues dennoch ein Muss. Nicht nur wegen der illustren Gäste (Snoop Dogg, Tha Dogg Pound, Nate Dogg, The Outlawz, K-CI & JoJo), sondern auch wegen der besonders intensiven Atmosphäre zwischen Publikum und Künstlern, die wohl nur in solch intimen Lokalitäten wie ebenjenem House Of Blues in Los Angeles zustande kommen kann. Spannend ist vor allem die DVD, weil dort die Stimmung wirklich greifbar wird. Tupac, das Energiebündel mit einer unglaublichen Ausstrahlung, dann das typische Rap-Jungs-Bühnen-Chaos, alles rennt kreuz und quer, schreit durcheinander, singt furchtbar schief usw. Auch die Kleidungscodes waren vor gut zehn Jahren noch ein wenig anders. Musikhistorisch interessant die extrem harten Attacken – auch in den Ansagen – gegen New York (in erster Linie gegen Bad Boy und Biggie, aber auch Nas) und Tupacs deutliche Bloods-Positionierung. Lustig ist es auch, einem richtig jungen, aber sehr souveränen Snoop Dogg bei seiner Bühnenshow zuzuschauen. Neben dem typischen L.A.-Gangsta-Kram dreht es sich vor allem bei Snoop um Pussys. Bei einem Song reiben sich gleich vier halbnackte Tänzerinnen ausgiebig an seinen Beinen und strecken ihre Popos ins Publikum, das übrigens fast ausschließlich aus Frauen besteht. Zum Finale hin stellt sich eine wirklich chillige, groovige Atmosphäre ein, man hört gerne zu, und die Bilder und Farben passen zu den Sounds. Die beiden letzten Songs werden dann von Snoop und Tupac gemeinsam performt – ein königlicher Abschluss mit knapp 30 Homies im Rücken.