×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Ready Now

Truth Hurts

Chartsbreaker, Sample nicht gecleart, millionenschwerer Rechtsstreit, gedroppt von Dres Aftermath-Label, neuer Versuch. Dergestalt reduziert sich Truth Hurts’ alias Shari Watsons Karriere bis hierher im Einleitungssatz-Schnellsiedeverfahren. ›Addictive‹, die ominöse erste Single der von Dr. Dre entd
Geschrieben am

Chartsbreaker, Sample nicht gecleart, millionenschwerer Rechtsstreit, gedroppt von Dres Aftermath-Label, neuer Versuch. Dergestalt reduziert sich Truth Hurts’ alias Shari Watsons Karriere bis hierher im Einleitungssatz-Schnellsiedeverfahren. ›Addictive‹, die ominöse erste Single der von Dr. Dre entdeckten Sängerin, entpuppte sich im Nachhinein nicht nur – ungerechtfertigterweise – als One-Hit-Monolith, sondern obendrein noch als Danaergeschenk, da der sorglose Umgang DJ Quiks mit dem infiziösen indischen Gesangssample Lata Mangeshkars den Komponisten Beppi Lahiri so erhitzte, dass er Forderungen in Millionenhöhe anmeldete. Dann noch Ärger wegen Kooperationspartner R. Kellys Pädophilie bei der zweiten Single, und Truth Hurts hielt Aftermaths Türklinke in der Hand – von außen. Jetzt also, unter dem motivierenden Claim ›Ready Now‹, der Sprung ins gefürchtete Sophomore-Album-Nass unter der Ägide von Raphael Saadiq. Der macht sich als Executive Producer mit seinen Streichelsounds und aufwändiger Instrumentierung ordentlich bemerkbar, und trotz reduziert scheppernder Beats, »orientalischer« Sounds und Lyrics zu Phone-Sex zeigt sich Ms. Watson hier, im Gegensatz zum Erstling ›Truthfully Speaking‹, weitestgehend von ihrer Schmuseseite. So durchschwimmt das Album zwar viele schmeichelnde Mitten, kennt aber kaum Höhen und Tiefen.