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»Das Paradies«

Tristan Brusch

Tristan Brusch führt auf seinem Debüt »Das Paradies« durch ein schillerndes Jahrmarktspektakel aus bitterschön-düsteren Popballaden und glitzerndem Neo-Schlager.

Geschrieben am

Auf jedem Volksfest gibt es neben den publikumsanziehenden Sonderattraktionen wie Riesenrad, Wilde Maus oder Leopardenspur auch immer einen schaurigen, magischen Teil. Seien es Geisterbahnen, Spiegelräume oder Zaubershows – von solchen meist schäbig wirkenden Spektakeln geht eine immense, Gänsehaut hervorrufende Anziehungskraft aus. Auf Tristan Bruschs Debütalbum »Das Paradies« wartet eine vergleichbar einnehmende, schillernd-schreckliche Stimmung. Der wortgewandte Sänger, der seit 2012 im Deutschpoeten-Kreis von Maeckes, Balbina und Co. unterwegs ist, schöpft dabei sein Gefühl für emotionsgeladenen, detailverliebten Trashpop voll aus. »Das Paradies« funktioniert als eine extravagante Ansammlung verschiedener Musikstile. Tristan Brusch mischt psychedelische Orgelklänge, fiebrig stampfende Breakbeats und discoide Neue-Deutsche-Welle-Vibes zu einer klebrigen Glitzerpopmasse zusammen. Provokant schlagereske Partien wechseln sich mit elegant-depressiven Chansons über die Vergänglichkeit des Lebens und die Liebe ab. Brusch hält damit die Balance zwischen Enthusiasmus und Erschrecken, Extravaganz und Experiment. Dieses Talent bildet in der deutschsprachigen Poplandschaft sicher ein Alleinstellungsmerkmal. Jedoch könnte sein Neo-Schlager-Spektakel ein ähnliches Problem haben wie die Gruselkabinette und Zauberattraktionen auf den riesigen Jahrmärkten: Mit dieser Nische muss man sein begeisterungsfähiges Publikum erst einmal finden.

Tristan Brusch

Das Paradies

Release: 08.06.2018

℗ 2018 Downbeat Records under exclusive license to Warner Music Group Germany Holding GmbH / A Warner Music Group Company

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