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Mixed Race

Tricky

Laut Tricky sein schnellstes und (schon wieder) dunkelstes Album. Außerdem kurz, angenehm spärlich und roh arrangiert, aber leider recht arm an Höhepunkten.
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Laut Tricky sein schnellstes und (schon wieder) dunkelstes Album. Außerdem kurz, angenehm spärlich und roh arrangiert, aber leider recht arm an Höhepunkten.

Tricky nun wieder. Kaum sind die Dancehallklänge seines letzten Albums verhallt, lässt er mit seiner neuen Single, einer Version von Echo Minotts "Murder Weapon", das Peter-Gunn-Theme im Radio rund laufen. Das ist dreist wie Sau, aber auch irgendwie effektiv. Und auf Effizienz setzt der nach eigenen Angaben gemischtrassige TripHop-Pionier auf dem ganzen Album.

Er nennt es sein erstes "gangsta album". Was es, mal abgesehen von der erwähnten Mordwaffe, damit auf sich hat? Laut Tricky spiegelt sich das in der düsteren Stimmung und dem - für ihn untypischen - hohen Tempo wider. Außerdem lässt er inzwischen immer mehr weg, d. h., er arrangiert spärlich und transparent und gibt damit hauptsächlich der leicht ruppigen Stimme von Sängerin Franky Riley mehr Raum (er selbst raunt ab und zu nur psychopathisch-sexy irgendwelche Sachen). So bekommt die Musik einen ganz rustikalen Pop-Appeal, obwohl die einzelnen Songs stilistisch eigentlich eher Richtung Club und Straße gehen. Das liegt daran, dass Tricky immer noch weiß, wie man diese muskulösen, leicht sinistren Beats ins Fundament legt. Und die sind es dann auch, die einen bei dieser kurzen und leider etwas höhepunktarmen Sammlung bei der Stange halten. Solide Qualitätsarbeit.

In drei Worten: Club / Overkill / Urban