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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Everything At Once«

Travis

»Everything At Once« ist selten ein Erfolgsrezept: Eine der wichtigsten Britpop-Bands der 1990er verwaltet ihr Erbe etwas zu blutarm.
Geschrieben am
Es gibt wohl kaum Zweifel daran, dass Fran Healy einige der schönsten Britpop-Hits ever geschrieben hat: »Sing«, »Side«, natürlich »Why Does It Always Rain On Me«. Dass Travis sich nichts mehr beweisen müssen, ist also klar; dass die Schotten auch gar nicht den Anspruch zu haben scheinen, bleibt schade. Nach dem schon sehr mediokren letzten Album »Where We Stand« klingt »Everything At Once« nun mit Synthies und schimmernden Gitarren zwar spürbar frischer und beschwingter, leider aber auch erneut zu altersmilde, zu süßlich, zu poppig. Das liegt vor allem daran, dass das Songwriting sich nicht entscheiden kann, ob es alte Stärken reintensivieren oder straight ins Formatradio will. Der Titel ist Programm: Alles auf einmal geht eben selten gut. Dass Fran Healy es noch kann, beweist die Single »3 Miles High«, die den bekannten Mix aus bittersüßer Melancholie und strahlender Melodieseligkeit in voller Pracht präsentiert. Ohne übersteigerte Nostalgie: Beim Rest bleibt das schale Gefühl, dass einem eine ehemalige Herzensangelegenheit langsam, aber sicher immer gleichgültiger wird.

Travis

Everything at Once (Deluxe)

Release: 06.05.2016

℗ 2016 Red Telephone Box LLP, under exclusive license to Caroline International

Travis »Everything At Once« (Red Telephone Box / Caroline / Universal / VÖ 29.04.16)