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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Sway«

Tove Styrke

Falls eine Definition für Hochglanz-Electro-Pop nach der Ära von Robyn benötigt wird, ist das dritte Album dieser schwedischen Künstlerin die Antwort.

Geschrieben am

Tove Styrke wollte für ihr neues Album ihren Stil straffen und kondensieren. Die acht dabei herausgekommenen Songs sind ziemlich perfekter, schlagfertiger Pop, jeder hat sein ganz eigenes Merkmal und ist minutiös bis minimalistisch durchgestylt. Die emotionale Zugkraft von »Changed My Mind« verkörpert die Euphorie, die das ganze Album durchfärbt. Dabei sind die Songs von Styrke zwar zurückgenommen, zelebrieren aber auch eine entwaffnende Romantik. Zwischen diesen beiden Polen reiht sich »Mistakes« nahtlos in die Klangwelt von Größen wie Lorde ein, mit der Styrke auch auf Tour war.

Das Cover von Lordes »Liability« ist dabei der großartige Schlusspunkt der Platte, Styrkes Interpretation deckt ungeahnt positive Nuancen in der Einsamkeit dieses Songs auf. Styrkes Stil hat sich seit »Kiddo« aus dem Jahr 2015 stark gewandelt, er ist weniger bombastisch, dafür spezifischer und selbstbewusster geworden. Trotzdem fehlt die deutlich feministische Haltung von »Kiddo«, und das ist schade. Wie dem auch sei: Styrke wird mit »Sway« noch erfolgreicher werden, als sie es in ihrer Heimat Schweden sowieso schon war.

Tove Styrke

Sway

Release: 04.05.2018

℗ 2018 Sony Music Entertainment Sweden AB