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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Legendäre Interviewmomente in Wort und Bild

Top 18

Nina Hagen legt öffentlich Hand an und Courtney Love macht das, was sie am besten kann: sie wildert rum
Geschrieben am

Autor: Intro

MTV interviewt Madonna
... und Courtney Love macht das, was sie am besten kann: sie wildert rum.
www.youtube.com/watch?v=uEsQHenUdo8
(MTV, 1995)

Steve Jones in der Bill-Grundy-Show "Today"
Grundy provoziert ihn, "etwas Schlimmes" zu sagen, am nächsten Tag waren die Sex Pistols in der britischen Presse Public Enemy No. 1.
Jon Savage "England's Dreaming" xxx
(xxx, 01.12.1976)

Helmut Berger bei Harald Schmidt
Viscontis Ex-Lover zeigt Mut zum grellen Anzug, dass der Schmäh nicht zusammen mit dem Körper den Bach runtergehen muss und dass da, wo er ist, immer oben ist.
www.youtube.com/watch?v=Vzh4XrNjudU (Teil 1)
www.youtube.com/watch?v=aU9HmXgLX6Y (Teil 2)
(Sat1, 30.03.1996)

VfB-Stuttgart-Fußballprofi Gomez auf Arena
Auf die Frage, was den Ausschlag zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2007 gegeben habe, antwortete er: "Dass wir am meisten Punkte haben."
(Arena, 19.05.2007, 17:16 Uhr)

MTV Cribs mit Mariah Carey
Highlight der Hausführung: Ein Sofa in der Küche, da die Gute beim Kochen so ungern steht.
(MTV, Episode 401)

Pressekonferenz von Tic Tac Toe
So ehrlich kann auch eine Popinszenierung mal zu Ende gehen.
(diverse Sender, 21.11.1997)

Waldemar Hartmann interviewt Rudi Völler nach dem Island-Länderspiel
Völler: [...] Ihr müsst doch mal endlich vom hohen Ross runterkommen, früher ... Was hat denn der Günter früher für einen Scheiß gespielt? Standfußball war das doch früher. Alles in den Dreck zu ziehen ist für mich unterste Schublade.
Hartmann: Ich verstehe die Schärfe nicht ...
Völler: Ja, du bist ja auch nicht gemeint. Du sitzt hier locker und in aller Ruhe und hast schon drei Weizenbier getrunken ...
Hartmann: In Island gibt es gar kein Weizenbier, ich weiß nicht, ob wir jetzt in diesem Stil weitermachen sollen ... Wir können aber nachher auch gerne zur Dopingprobe gehen.
www.youtube.com/watch?v=TDnn6aT8wYg
(ARD, 06.09.2003)

Rainer Günzler interviewt den Schwergewichtsboxer Norbert "Prinz von Homburg" Grupe im Aktuellen Sportstudio
Grupe war 67/68 die selbst inszenierte Antwort auf Cassius Clay / Muhammad Ali, hatte gute Rotlichtkontakte - und sprach KEIN Wort, blieb regungslos hinter einer dunklen Sonnenbrille. Später hieß es, Grupe habe geschwiegen, weil Günzler schwul sei:
Günzler: Geht's wieder gut? Sie haben sich bei irgendeinem Niederschlag den Knöchel verletzt. Sind Sie umgekippt?
Grupe: -----------
Günzler: Er ist umgekippt. Ich weiß, er hat es mir vorher erzählt. Sagen Sie mir, äh, hatten Sie schon vor dem Kampf den Eindruck, dass Sie hier einem stärkeren Gegner gegenüberstehen? Kann man das als Mut bezeichnen, dass Sie gegen Bonavena gekämpft haben, oder war das die Vorstufe für das, was man über Sie las, dass Sie die Handschuhe an den Nagel hängen wollen?
Grupe: -----------
Günzler: Ich fand Sie in der zweiten Runde besser, muss ich Ihnen sagen, als jetzt im Augenblick. Ich fand Sie echt besser, denn da taten Sie was, und jetzt schweigen Sie. Warum schweigen Sie?
Grupe: -----------
Günzler: Na, Ihr Lächeln ist ja auch ganz hübsch. Also machen wir eine andere Frage, wenn Sie die nicht beantworten wollen. War der Gewichtsunterschied vielleicht zu groß? 18 Pfund?
Grupe: -----------
Günzler: Auch nicht. Der Gewichtsunterschied war also auch nicht zu groß.
Grupe: -----------
Günzler: Dann gestatten Sie mir vielleicht eine weitere Frage, ich hoffe auf eine Antwort. Was machen Sie demnächst? Boxen Sie weiter? Gehen Sie nach Amerika? Werden Sie wieder Schauspieler? Oder wie sieht's aus?
Grupe: -----------
Günzler: Auch nicht. Ich bedanke mich für dieses Gespräch. Es war reizend.
Grupe: Ich mich auch. Es war sehr aufschlussreich, und ich freue mich, dass Sie nach wie vor dem Boxsport mit freundlichen Augen und Worten gegenüberstehen. Recht schönen Dank, Herr Günzler.
(ZDF, 21.06.1969)Harald Schmidt interviewt Björk
Schmidt: You have been to Hamburg yesterday?
Björk: [Kopfnicken]
Schmidt: And you came by train to Cologne?
Björk: [Kopfnicken]
Schmidt: I was surprised that such a big star like you ... Why don't you go by plane?
Björk: The airpressure forces the molecules to go tiny.
Schmidt: I see. So this has environmental reasons? You don't like to go on planes?
Björk: Well, this is comfort. It takes longer to recover.
Schmidt: You arrive more relax when you go by train?
Björk: [Kopfnicken]
Schmidt: It was a metropolitan, the name of the train. Is this right?
Björk: I'm not sure.
Schmidt: Or did you came on an ordinary "regio-train"? The metropolitan is very comfortable. Were people allowed to use cell-phones?
Björk: I'm not sure. But I did notice the comfort. We don't have trains in Iceland.
www.youtube.com/watch?v=Q-dFRFsQKGQ
(Sat1, 06.03.2002)

Günter Gaus befragt Christian Klar
Klar: Ich überlasse der anderen Seite ihre Gefühle und respektiere die Gefühle, aber ich mache sie mir nicht zu Eigen. Das sitzt zu tief drin, dass gerade hier in den reichen Ländern zu viele Menschenleben nichts zählen. Vor der Trauer müsste sich sehr viel ändern. Belgrad wird bombardiert. [...] In vielen Ländern werden Verhältnisse hergestellt, wo ein Menschenleben nicht mal einen Namen hat.
(Justizvollzugsanstalt Bruchsal, 22.11.2001)

Nikel Pallat von Ton Steine Scherben im WDR
Pallat zerlegt während eines WDR-Interviews das Interieur. U. a. zertrümmert er den Studiotisch mit einem Beil.
(WDR, 03.12.1971)

Johannes B. Kerner trifft auf Alice Schwarzer und Verona Feldbusch
Kerner: Frau Schwarzer, was bewundern Sie an Verona?
Schwarzer: Soweit ich das mitbekommen habe von außen, fand ich's sehr gut, dass sie sich nicht in der Ehe hat prügeln lassen, und ich denke, das ist jetzt möglich, weil vorher einiges passiert ist. Übrigens ist es erst seit fünf Jahren gesetzlich verboten, dass ein Ehemann seine Frau vergewaltigt.
Feldbusch: Also, Dieter hat mich nie vergewaltigt, nur 'n bisschen geprügelt.
(ZDF, 28.06.2001)

Nina Hagen streichelt sich selbst im Club 2 auf ORF
www.youtube.com/watch?v=4YxJ5UShIDg
(ORF, 09.08.1979)

Schröder nach der Wahl
Obwohl die Fakten gegen ihn sprachen, performte er Angela Merkel in Grund und Boden. Nicht nur sie war sichtlich verstört:
Gerhard Schröder, Bundeskanzler: Die Deutschen haben doch in der Kandidatenfrage eindeutig votiert. [...] Glauben Sie im Ernst, dass meine Partei auf ein Gesprächsangebot von Frau Merkel in dieser Sachlage eingeht, indem sie sagt, sie möchte Kanzlerin werden?
Nikolaus Brender, ZDF-Chefredakteur: Herr Bundeskanzler ...
Schröder: [fällt ihm ins Wort] Ist ja schön, dass Sie mich noch Kanzler nennen.
Brender: Sind Sie denn jetzt schon zurückgetreten?
Schröder: Nein, überhaupt nicht, Herr Brender.
Brender: Ich wundere mich nur. Ich sage noch einmal "Herr Bundeskanzler", weil: das bleiben Sie ja noch.
Schröder: [fällt ihm ins Wort] Das bleibe ich noch, Herr Brender, auch wenn Sie dagegen arbeiten.
Brender: Ob wir dagegen arbeiten?
Schröder: Ja.
Brender: Sie haben von Medienmacht und Medienkampagne geredet.
Schröder: [fällt ihm ins Wort] Ja, zu Recht. Zu Recht, wie ich finde.
Brender: Ich weise darauf hin, dass der ARD und dem ZDF dies nicht vorzuwerfen ist. Nicht alles, was Ihnen passt ...
Schröder: [fällt ihm ins Wort] Der eine sieht das so, der andere sieht das so.
www.youtube.com/watch?v=9d7os_HakPY
(ARD/ZDF, Berliner Runde ["Elefantenrunde"], 18.09.2005)

James Brown im TV-Interview bei SONYA
Anlass: Brown hatte gerade eine sehr handfeste Auseinandersetzung mit seiner Frau gehabt, da sie anscheinend nicht mit ihm auf Tour gehen wollte. Den kritischen Fragen begegnete er aber souverän mit einem Medley seiner größten Hits.
www.youtube.com/watch?v=9tfNhL_R_rI
(02.04.2006)

Peter Müller im Interview über den inszenierten Bundesrats-Eklat zum Zuwanderungsgesetz 2002

(Berlin, 24.03.2002)

Wilhelm II. im Interview mit dem Daily Telegraph
Willhelm gibt ein peinlich-anbiederndes Interview in Richtung England, das im Deutschen Reich zur Staatskrise führt, in der er als Kaiser fast abdanken muss.
(Berlin, 28.10.1908)

Georg W. Bush jr. im Interview mit der Los Angeles Times
Bush ist ja immer für Klassikerinterviews gut. Highlights ohne Ende säumen seinen Weg. Beispielsweise dieser Schlagabtausch am 14.06.2006 in Washington DC mit einem blinden Journalisten:
President Bush: Peter. Are you going to ask that question with shades on?
Peter Wallsten (Los Angeles Times): I can take them off.
Bush: I'm interested in the shade look, seriously.
Wallsten: Alright, I'll keep it, then.
Bush: For the viewers, there's no sun.
Wallsten: I guess it depends on your perspective.
Bush: Touché.
(Los Angeles Times, 15.06.2006)