×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Keenans Sideproject Puscifer

Tool

Maynard James Keenan will im Herbst mit seinem neuen Projekt Puscifer vieles ganz anders machen. In jeglicher Hinsicht.
Geschrieben am

Manchmal wolle er einfach nur Gnarls Barkley hören, sagt Tool-Frontmann Maynard James Keenan und es klingt, als sei er seiner Rolle als düster-enigmatischer weirdo bei seiner Hauptband oder A Perfect Circle überdrüssig. Dem ist nicht so, sein neues Side-Project mit dem nicht minder düsteren Namen Puscifer soll allerdings in eine ganz andere Richtung gehen, als die Toolschen Math-Rock-Extravaganzen. "This is absolutely just put-it-on-and-move-your-butt -and-get-completely-out-of-your-head music," so Keenan gegenüber MTV News. "This is purely body candy. It's meant to make you feel like I feel when I hear James Brown, when I hear some old Jackson 5 or or Aretha [Franklin]. It's just that good feeling - music that makes you feel good. There's no math. Nothing wrong with math, but sometimes, it can be exhausting to be that forced, that focused. I'm a big King Crimson fan, but only when I have the energy to be. Sometimes I just want to hear Gnarls Barkley." Wer wollte es ihm verübeln?

Puscifer, deren Debüt irgendwann im Oktober, "October something", wie er selbst sagt, das Licht der Welt erblicken soll, ist dabei kein klassisches Solo-Projekt, sondern eher ein Come-Together zahlreicher Gäste: Multi-Instrumentalist Danny Lohner z.B., die Songwriterin Lisa Germano oder Tim Alexander (Primus) sollen mitwirken und selbst artfremde Kollaborationen wie mit Model Milla Jovovich stehen auf dem Plan. "Because this is not only a musician collaboration, but a visual- artist collaboration as well, I want to put out limited runs of CD singles, with specific artwork by specific artists, and a full-length CD as a collection, but I'm not married to that idea. I'd like to do it one or two songs at a time, so that I still have something up my sleeve for when a decent film comes out, that wants some mood music in it - if I have something that makes sense, great, I'll do it. It will show up there."

Puscifer, an dem Keenan nun schon seit mehreren Jahren feilt, solle eine wohlverdiente Auszeit vom düsterschweren Tool-Universum sein: "After a while, writing songs that have all this emotional attachment to them can really wear on your soul. The catharsis is writing the song and recording it. But then you have to go onstage every night and rip open those scabs, every night. That can be really emotionally taxing." Und obwohl er von einem Album spricht, soll das Puscifer-Debüt nicht den klassischen Weg über den Einzelhandel nehmen. Vielmehr plane er, das "Album" Stück für Stück in digitaler Form erhältlich zu machen: Alle paar Monate, zwei, drei Songs, das schwebe ihm vor. Und trotz der fehlenden Schwere der Musik soll Puscifer anders sein: Keenan arbeitet derzeit parallel an einem Merch-Konzept, das ebenfalls über den klassischen T-Shirt-Verkauf hinausgeht, "something like Paul Frank meets Gucci - when I say that, I mean in terms of limited quantities." Vielleicht kann er es doch nicht lassen und Puscifer wird alles andere, als die leicht-bekömmliche Auszeit. Im Herbst wissen wir möglicherweise mehr.

.: www.puscifer.com :.
.: www.myspace.com/censorshipisacancer :.
.: www.toolband.com :.
.: www.aperfectcircle.com :.