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»Elwan«

Tinariwen

Das Tuareg-Kollektiv Tinariwen produziert auch 15 Jahre nach seinem internationalen Durchbruch weiterhin traditionell nordafrikanisch mit leichten westlichen Einflüssen.
Geschrieben am
Manchmal kommt man schon allein wegen der Umstände nicht drum herum, politisch zu sein. In Nordafrika ist dies seit dem arabischen Frühling so, es war vermutlich aber auch schon vor 2011 der Fall. Länder wie Libyen, Algerien und Mali, die das Tuareg-Herkunftsgebiet bilden, sind für Tinariwen nicht mehr sicher, da sie wegen ihrer Musik und ihres Erfolges zum Teil gezielt verfolgt werden. Von den einen, weil sie den aufständischen Tuareg angehören, von den anderen, weil sie zu unislamisch sein sollen. So ist das Kollektiv nun ins Exil nach Marokko und auch in die USA gegangen, und ihr neues Album soll von der Sehnsucht nach ihrer Heimat berichten. So liest man zumindest, überprüfen lässt sich das schwer, denn wie immer, wenn man als »Westler« auf die Musik anderer Kulturen schaut, stehen Sprachbarrieren ebenso im Weg wie das Fehlen eines tieferen Verständnisses des kulturellen Kontextes. »Elwan« klingt jedenfalls nach Melancholie, nach Gemeinschaft und ein wenig auch nach Klagegesang. An der einen Stelle, an der sie ins Englische wechseln, heißt es: »I am through sleepwalking. Don’t keep me apart.« Wird also schon stimmen.

Tinariwen

Elwan

Release: 10.02.2017

℗ 2017 Wedge under exclusive license to [PIAS]

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