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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

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Tilly And The Wall

Man kann nach wie vor eine Menge Spaß haben mit Tilly And The Wall.
Geschrieben am
Ein bisschen haben sie wohl doch am Selbstbewusstsein Tilly And The Walls gekratzt, die Stimmen, die ihnen ein zwar schwung- und freudvolles, aber dann doch etwas zu klischeehaft hippieskes Rhythmus- und Melodiegetümmel unterstellten.

Als Konsequenz daraus hat die Clique aus Omaha jedenfalls den warmen Folkfaktor ihrer Musik ein bisschen zurück- und einen neuen, schärferen Ton aus Rock und/oder Dance in den Vordergrund gerückt. Stücke wie "Pot Kettle Black" sind jedenfalls härter und unterkühlter als alles, was man vorher von der Band kannte.

Und deutlicher als in "Falling Without Knowing" haben sie noch nie nach The Cure geklungen. Natürlich haben TATW es dann aber doch nicht eingesehen, sich komplett einschüchtern zu lassen, und quasi als Trotzreaktion weitere Songs auf ihrem dritten Album untergebracht, die ganz genau so klingen, wie man sie vorher schon kannte und mochte: nach Indiepop von der frohsinnigsten Sorte, mit einem gewollt leutseligen Impetus, euphorisierten Chören und ihrem Markenzeichen, dem Stepptanz von Jamie Williams.

Man kann also nach wie vor eine Menge Spaß haben mit TATW, besonders mit ihren mitreißenden Shows. Aber ein bisschen altbacken wirkt ihr Konzept trotz der partiellen Erweiterung ihres Stils im mittlerweile dritten Aufguss schon. Daran kann auch das ungemein erhebende Schlussstück "Beat Control" nur wenig ändern.