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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Crazy Kids Never Learn

Tigerbombs

Finnen, so lautet ein popkulturelles Klischee, sind immer düster gestimmt, Schwarz-Weiß angemalt und mit dem Teufel im Bunde. Wenn sie das nicht sind, sind sie HIM, The Rasmus oder die lustige Humppa-Bande Eläkeläiset. Manchmal sind sie auch so semi-lustig, dann sind sie Tigerbombs. Deren Väter, Pap
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Finnen, so lautet ein popkulturelles Klischee, sind immer düster gestimmt, Schwarz-Weiß angemalt und mit dem Teufel im Bunde. Wenn sie das nicht sind, sind sie HIM, The Rasmus oder die lustige Humppa-Bande Eläkeläiset. Manchmal sind sie auch so semi-lustig, dann sind sie Tigerbombs. Deren Väter, Papa Retro und Papa Trouble, haben auch schon gemeinsam Musik gemacht, jetzt machen es ihnen die Söhne Kido Retro und Pepe Trouble gleich. Beim Blick aufs Promofoto schwant einem Seltsames: die beiden auf dem Sofa, in ihrer Mitte ein busty Girl mit einem engen Top und der Aufschrift – klar: “Tigerbombs”. Musikalisch fahren die beiden Multiinstrumentalisten im Autoscooter durchs La-La-Land: 60s-Trash-Pop, handzahmer Bubblegum-Elektro-Punk und ziemlich viel Geschrei um nichts. Dass dabei hin und wieder ein schöner Refrain mitgenommen wird, ist unterm Strich ein bisschen wenig. “All Time Wasted” hat so einen, “Punch Me Up” auch, und das Trompeten-Outro von “Hard To Forget” ist aller Ehren wert. Man kann dazu tanzen, man kann dazu einen Kuchen backen, und es wird mit Sicherheit keine Party sprengen, wenn man es heimlich auflegt. Gefälligkeit ist ja an sich nichts grundlegend Schlechtes, bei Beliebigkeit bin ich mir da nicht so sicher.