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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»The Wound Dresser«

Tiger Lou

Tiger Lou gibt es noch. Mit »The Wound Dresser« meldet sich Rasmus Kellermann mit halbherziger Düsterkeit zurück.
Geschrieben am
2009. Wer erinnert sich noch? Solange ist es her, dass Tiger Lou aufgetreten sind. Damals haben sie spontan mal aufgehört, ohne offiziell aufzuhören, und jetzt sind sie eben einfach wieder da. Das Leben war Schuld, wie so oft. Kein Problem! Tiger Lou ist vor allem Rasmus Kellermann, der instrumentell alles kann, außer besonders gut singen. Für die Bühne nimmt er sich eine Band zur Seite, für die Platten wird aber fast alles allein eingespielt, bis auf ein bisschen Hilfe vom Drummer Pontus Levahn, der bei der Produktion und Auswahl involviert war.

»The Wound Dresser« ist nun bereits das vierte Album und hat wie seine Vorgänger nichts Besonderes vorzuweisen. Alles schreit nach Düsterkeit, Melancholie und Schwarz-Weiß-Ästhetik. Musik für in die Jahre gekommene Linkin-Park-Fans, die ein bisschen ruhiger geworden sind. Wäre Kellermann konsequenter, könnte er vielleicht klingen wie die Vorbilder Nine Inch Nails oder Marilyn Manson, so kratzt das Ding aber leider nur an der Deepness-Oberfläche. Da hilft nicht mal The-National- und Interpol-Produzent Peter Katis. 
Tiger Lou »The Wound Dresser« (Star Tracks / Indigo)