×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Stitch Of The World«

Tift Merritt

Traumhaft! Das neue Tift-Merritt-Album ist wie eine US-Serie: manchmal bittersüß und voller Pathos, und in den dunklen Momenten berührt es. Für Fans von Emmylou, Gram und Tagträumen. 
Geschrieben am
Tift Merritt sah ich zum ersten Mal an einem März-Tag im Jahr 2007. Sie stand auf einer eilig gezimmerten Holzbühne auf dem Parkplatz eines Hotels unweit des großen Cowboystiefels auf der South Congress Avenue in Austin, Texas. The year Amy Winehouse broke und the year old, white men loved her. Ihr Auftritt war erinnernswert: Die Sonne ging unter, das Bier war dünn und billig, und Merritt bot formidable Unterhaltung. Irgendwann spielte sie »Woodstock«, und die alten Männer waren angekommen. Ich trank noch ein Bier und ging in die Nacht. 

Zehn Jahre später veröffentlicht Merritt ihr sechstes Studioalbum. Es wirkt wie der Soundtrack zur wahrscheinlich vergessenen »Nashville«-Serie, in der sich zwei Diven, eine alt und eine jung, einen erbitterten Kampf um die Krone der Countrymusik liefern. Manchmal ist es seicht, schwer zu ertragen, und manchmal eben gute Unterhaltung mit guter Musik. Merritt wählt eine recht düstere Variante und sucht sich Unterstützung bei Sam Beam, dem bärtigen Iron-And-Wine-Boss. Pro-Tipp für Intro-Leser: Kaufen Sie sich das Titellied im Internet. Es ist immer noch Country. Muss man mögen.

Tift Merritt

Stitch of the World

Release: 27.01.2017

℗ 2017 Yep Roc Records