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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Throw It To The Universe

The Soundtrack Of Our Lives

Jede gute Predigt findet mal ein Ende – TSOOL lösen sich Ende 2012 auf, legen vorher aber noch ein durchaus gutes letztes Album vor.
Geschrieben am

Die Legende geht. Auch wenn das zeitgleich mit dem Album-Release verkündete Ende der Psychedelic-Rock-Superband um Frontprediger Ebbot Lundberg die bloßen Songs von »Throw It To The Universe« etwas überschattet: Es ist eine TSOOL-Platte geworden, wie man sie sich wünscht. Die tiefe Melancholie der Mid-Tempo-Songs mit akustischem Schwerpunkt meint man in jedem Ton rauszuhören, angeblich aber gab es zur Zeit der Aufnahmen (als bereits feststand, dies wird die letzte Platte) keinerlei Abschiedstränen, sondern richtig gute Stimmung.

Die streicht jedoch bloß indirekt durch das 13-Song-Abschiedsgeschenk. Nicht in Form von überzuckerten Pop-Momenten oder übertriebener Hysterie, sondern – wie eigentlich immer bei TSOOL – mit absolut überlegenem Songwriting. Konservativ: ja, aber eben auch überaus zweckdienlich – für diejenigen, die die Hippie-Lagerfeuer-Momente ihrer Jugend nie bereut haben und ein vereinzeltes Gitarrensolo inmitten dieser glückseligen Rockband-Aura während eines seligen Zugs an der Zigarette abnicken.

In drei Worten: Hymnen / Psychedelic / Prophet