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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»To Be Everywhere Is To Be Nowhere«

Thrice

Familiäre Verluste und private Rückschläge setzten Thrice von 2011 bis 2015 auf die Reservebank. Nun folgt ein neues Album, das schlüssig an die Vorgänger anknüpft – mehr allerdings auch nicht.
Geschrieben am
Jubel begleitete im letzten Jahr die Nachricht, dass Thrice ihre 2011 einberufene künstlerische Pause beenden und auch wieder auf Tour gehen würden. Dass ein neues Album des kalifornischen Quartetts die momentan etwas durchhängende Psychose der Faust schwingenden Rockmusik kompensieren würde, hatte niemand mehr zu hoffen gewagt. Und wirklich macht das doch noch entstandene »To Be Everywhere Is To Be Nowhere« schnell deutlich, dass sich die Zeit weitergedreht hat, während Sänger/Gitarrist Dustin Kensrue und Band vorsichtshalber am alten Warenlager festhielten. »Hurricane« und »Blood On The Sand« können noch einigermaßen kraftvoll und harmonisch an die Alben »Beggars« (2009) und »Major/Minor« (2011) anknüpfen. Anschließend windet sich das Gitarren-Bass-Schlagzeug-Gewitter nur noch in älteren Zitaten, ohne dabei Zeichen zu setzen: ein Best-of des Post- und Melodic-Hardcore-Anspruchs der Anfangstage. Was für die Band nach eigener Aussage einer durchaus natürlichen Weiterentwicklung gleichkommt, stiftet Verwirrung, will eventuell auch gar nicht Teil des stetigen Reifeprozesses sein, den die Band seit 2003 mit viel Kreativität durchlebt hat. »TBEITBN« ist ein mittelmäßiges Album, das die Euphorie um die Rückkehr der Band – trotz aller Berechtigung – ein wenig dämpft.

Thrice

To Be Everywhere Is to Be Nowhere

Release: 27.05.2016

℗ 2016 BMG Rights Management (US) LLC (d/b/a Vagrant Records)

Thrice »To Be Everywhere Is To Be Nowhere« BMG / Warner / VÖ 27.05.16