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»Rouge«

Thomas Azier

Auf seinem zweiten Album erweitert der Holländer Thomas Azier seinen Electro-Pop mit akustischen Elementen.
Geschrieben am
Mit der Veröffentlichung seines Debütalbums »Hylas« 2014 präsentierte sich Thomas Azier noch als überwiegend in Schwarz gekleideter Berliner Zugezogener. Für das zweite Album »Rouge« tauschte er nun die düstere Attitüde gegen einen glatteren 1980er-Look ein. In der Zwischenzeit zog der gebürtige Holländer von Berlin nach Paris, »Rouge« soll von allen drei Orten inspiriert worden sein. Mit dem Umzug und Wechsel des Styles ging auch einer des musikalischen Stils einher: Während das Debütalbum vor allem massentaugliche und dunkle Electro-Pop-Songs vorwies, stehen auf »Rouge« Aziers Stimme und sein Klavier im Vordergrund. Dass die elektronischen Elemente weniger herausstechen als beim Vorgänger, mag auch daran liegen, dass sie eleganter und minimalistischer geraten sind. Während den Beginn des Albums intime Balladen bestimmen, stehen ab »Gold« elektronischere Songs im Vordergrund. Mit »Rouge« beweist Azier, dass ihm elektronischer und akustischer Pop gleichermaßen gut gelingen. Allerdings enthält das Album nicht nur gutklassige Tracks wie »Talk To Me« oder »Starling«: Die Single »Gold« wirkt eher wie ein gezwungener Hit, und auch das minimalistische »Sandglass« geht nach dem elektronischeren Abschnitt des Albums verloren. Insgesamt ist »Rouge« jedoch ein guter Mix aus Melancholie und Ekstase.

Thomas Azier

Rouge

Release: 12.05.2017

℗ 2017 Thomas Azier, under Exclusive License to Virgin, a Mercury Records France Label