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Radio Retaliation

Thievery Corporation

Ein vermummter Zapatist auf dem Cover und die Luftschutzsirenen zu Beginn des Eröffnungstracks "Sound The Alarm" sind deutliche Zeichen: Hier ist Schluss mit kuschelig.
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Ein vermummter Zapatist auf dem Cover und die Luftschutzsirenen zu Beginn des Eröffnungstracks "Sound The Alarm" sind deutliche Zeichen: Hier ist Schluss mit kuschelig.

Bisher war bei den Alben der Thievery Corporation die Lounge-Kompatibilität immer garantiert. Dagegen betont Rob Garza, eine Hälfte des seit den 90ern erfolgreichen Downbeat-Duos aus Washington DC, nun die politischen Anliegen des fünften Studiowerks. Konkret wird hier allerdings kaum das Department of Homeland Security auf den Plan gerufen, denn dazu gehört schon mehr Dissidenz, als einen Track "The Shining Path" zu nennen oder internationale Gastmusiker wie Femi Kuti, Seu Jorge oder Anoushka Shankar einzuladen.

Zwar gibt es in den Texten viel über die Ungerechtigkeit und das Schlechte der Welt zu lernen, und das nicht nur auf Englisch, sondern auch auf Portugiesisch oder Französisch - ansonsten bleiben Thievery Corporation aber ihrem Mix aus Dub, Electronica und World-Beats treu. "Radio Retaliation" profitiert deutlich von den klareren Songideen und der großen stilistischen Vielfalt. Dabei leidet der organische, warme Grundsound, den Fans hier sicher erwarten und der auch geliefert wird, überhaupt nicht unter dem leicht martialischen Anstrich des neuen Albums.