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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Take Fountain

The Wedding Present

The Wedding Present are back. David Gedge is back. Obwohl, ganz verschwunden war er ja nun nicht, hat er mit seiner Freundin Sally Murrell unter dem Namen Cinerama doch zwischenzeitlich zwei Platten gemacht. Aber dann: Beziehung kaputt. Gedge flüchtet nach Seattle, ruft alte Kumpels an, bittet Ste
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The Wedding Present are back. David Gedge is back. Obwohl, ganz verschwunden war er ja nun nicht, hat er mit seiner Freundin Sally Murrell unter dem Namen Cinerama doch zwischenzeitlich zwei Platten gemacht. Aber dann: Beziehung kaputt. Gedge flüchtet nach Seattle, ruft alte Kumpels an, bittet Steve Fisk hinters Mischpult und bringt mit ›Take Fountain‹ noch mal eben genau das auf den Punkt, wofür man The Wedding Present so lieb hat. Die schon fast patentierten Schrammelgitarrenwände und das freundlich-britische Timbre von The Gedge umschmeicheln weiterhin die perfekten Popsongs im Indie-Outfit. Neben aller kurzweiligen Newcomer-Hysterie in der britischen Musikpresse wurden klammheimlich auch immer die Alben von The Wedding Present abgefeiert. Und das wird diesmal bestimmt nicht anders sein. Obwohl ›Take Fountain‹ textlich vor Liebeskummer strotzt, schafft es die neu formierte Band mit Gedge, Terry de Castro (Bass), Kari Paavola (Drums) und Stammspieler Simon Cleave (Gitarre) zwischen aller Melancholie, die Sonne aufgehen zu lassen. Nach einem epischen Auftakt, der die Handschrift des Cinerama-Lehrgangs trägt, wechseln sich schrammelig-schöne Dreiminüter mit schön traurigen Vierminütern ab, und plötzlich ist die Platte schon wieder viel zu schnell zu Ende. Da muss jetzt mal mehr Respekt her. Immerhin haben sogar die Boxhamsters auf ihrem zweiten Longplayer dem ›Wedding-Präsident‹ gehuldigt. Daneben gab es nur noch Dinosaur Jr. (›Prost Neujahr Jr.‹) auf dem Boxies-Debüt. Das sagt doch schon alles.