×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Let’s Make Our Descent

The Waxwings

Du musst dich entscheiden, zwei Felder sind frei: Beatles oder Stones? Die Detroiter Garagenjungs Dean Fertita und Dominic Romano wählten Letztere und stehen damit ja weiß Gott nicht allein im Kreise der »The«-Kollegen. Und genau das ist auch ihr Problem. Sie können mit den anderen einfach nicht mit
Geschrieben am

Du musst dich entscheiden, zwei Felder sind frei: Beatles oder Stones? Die Detroiter Garagenjungs Dean Fertita und Dominic Romano wählten Letztere und stehen damit ja weiß Gott nicht allein im Kreise der »The«–Kollegen. Und genau das ist auch ihr Problem. Sie können mit den anderen einfach nicht mithalten. Die Libertines sind eindeutig mehr Rock’n’Roll, die White Stripes haben das bessere Outfit, Jet die besseren Songs usw. Geschlagene fünf Songs muss man hier durchhalten, bis das leidlich überstrapazierte Schema F (»wir jammen alle Bluesrockriffs durch, bis die Finger bluten, heyhey, mymy«) endlich mal durchbrochen wird, und dann noch mal geschlagene vier, bis endlich mal eine Melodie hängen bleibt. Wir sind bei Song zehn, und das Album ist auch schon zu Ende. Die Produktion durch den (als Songwriter) viel gepriesenen Brendan Benson kann da ebenfalls nichts mehr retten, zu schlaff und glatt und drucklos ist alles geraten. Und wo gelegentliche Brüche und Schieflagen mal näher hinhören lassen, liegt’s vermutlich eher am mangelnden Können als an bewusst eingefügten Untiefen. Dabei hebt die Info vehement die ausgearbeitete Perfektion ihrer ›Sonic Alchemy‹ hervor: »Detroit quartet The Waxwings aren’t straight outta the garage«, heißt es da. Dabei wäre das vermutlich besser gewesen.