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Lost In The Dream

The War On Drugs

The War On Drugs haben die letzten Reste von gitarriger Kakofonie aus ihrem Sound verbannt, es gibt keine überladenen Effekt-Feuerwerke mehr, trotzdem ist die Stoa der Arrangements ihrer zehn neuen Songs genauso stimmungsvoll wie das Songwriting.
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The War On Drugs haben einen Traum. Sie haben nicht nur einen, sie sind in ihm sogar verloren gegangen. Vielleicht ist das an dem Punkt passiert, an dem ihr US-Shoegazer-Indie-Sound an verwirrende Referenzen wie den Blues-Rock der 1980er-Prägung eines Chris Rea oder der Dire Straits andockte. Denn genau das passiert auf ihrem dritten Album »Lost In The Dream«, das – es kommt noch verwirrender – absolut großartig ist. Schon mit dem tollen Vorgänger »Slave Ambient« hatte sich das früher von Kurt Vile begleitete Quartett aus Philadelphia aus der Masse stilistisch ähnlich operierender Bands freigeschwommen, im Vergleich dazu klingt die Gruppe um Frontmann Adam Granduciel auf ihrer neuen Platte noch gradliniger, noch glatter und deshalb noch verwegener.

The War On Drugs haben die letzten Reste von gitarriger Kakofonie aus ihrem Sound verbannt, es gibt keine überladenen Effekt-Feuerwerke mehr, trotzdem ist die Stoa der Arrangements ihrer zehn neuen Songs genauso stimmungsvoll wie das Songwriting. Teilweise schaffen sie sogar eine zu Boden starrende Hymnik, die wohlig an die Achtziger erinnert, gleichzeitig aber auch uneingeschränkt frisch wirkt. Das liest sich und klingt zwar nicht aufsehenerregend – mitreißend ist diese Musik aber dennoch.

 

In drei Worten: Weite / Leere / Shoegaze

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