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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!«

The Trouble With Templeton

In Australien gehören The Trouble With Temnpleton seit rund zwei Jahren in die vorderste Reihe des folkigen Indie Pop. Die Band, die aus dem Soloprojekt von Sänger, Gitarrist und Songwriter Thomas Calder erwuchs, startet mit dem neuen Album »Rookie« nun auch in Europa durch. Im Mai kommen The Trouble With Templeton für ein Konzerte nach Deutschland, eine gute Gelegenheit, um Bandleader Calder vorab ein paar Fragen zu stellen.
Geschrieben am

Im Laufe der letzten zwei Jahre ist The Trouble With Templeton von deinem Soloprojekt zur Band gewachsen. Wie kam es dazu?

Ich fing irgendwann an Songs zu schreiben, die den Fokus mehr auf einen Bandsound legen. Eine Band entbindet dich von vielen Restriktionen des Solokünstlers. Ich mag zwar einige dieser Beschränkungen gleichzeitig sehr gern, doch irgendwie fühlte es sich wie der nächste logische Schritt an.


Wie genau haben sich deine Arbeitsweise und das Songwriting dadurch entwickelt?

Grundsätzlich gab es mir beim Schreiben mehr Freiheit. Zum Beispiel weiß ich jetzt, dass nicht jeder Gitarrenpart den ich spiele, ganz allein den kompletten Song ausfüllen muss. Das erlaubt mir beim Spielen viele verschiedene Wege zu erforschen. Mit solch hervorragenden Musikern in der Band ist es sehr spannend. Wir alle lieben es zu sehen, was jeder einzelne zum Gesamtsound beitragen kann.

Euer neues Album »Rookie« schlägt musikalisch einen weiten Bogen, von tief traurigen Balladen auf der Akustikgitarre über bunten Psychedelic Pop, bis zu rockenden Up-Tempo-Nummern wie »Like A Kid«. Glaubst du, eure Hörer verstehen, dass ihr nicht nur eine weitere neue Folk-Band seid?
Das hoffe ich sehr! Es ist uns allerdings wichtig, dass diese Stücke nicht als bewusste Abgrenzung von diesem Genre angesehen werden. Die Songs entstehen ganz natürlich und ohne vorher festgelegte Intention. Allerdings haben wir uns daran gewöhnt, in unterschiedliche Genres gleichzeitig eingeordnet zu werden und finden es großartig. Hoffentlich steigert das die Neugierde der Leute noch weiter.
 

Wie beschreibst du einem Fremden in einer Bar den Klang deiner Band?
Ich würde sagen, dass er es sich anhören muss, um es selber rauszufinden. Wenn man mich zu einer Beschreibung zwänge, würde ich es allerdings als leidenschaftlichen, melodischen Krach bezeichnen.

 

 


In eurer Heimat Australien seid ihr sehr regelmäßig live unterwegs. Wie ist es, in einem flächenmäßig so großen und dabei sehr dünn besiedelten Land auf Tour zu gehen?

Wir lieben Australien! Auf Tour zu gehen kann aber wirklich sehr schwierig und strapaziös sein! Besonders das Reisen unterscheidet sich stark von einer Region wie Europa, wo alles sehr nah beieinander ist. Wir sind allerdings mittlerweile in der Position, dass wir auf Tour von Stadt zu Stadt per Flugzeug reisen, was es deutlich weniger anstrengend macht.

 

Ist es schwierig, als australische Band einen Vetrag mit einer europäischen Bookingagentur zu bekommen?

Ich denke es ist nur dann schwer, wenn dein Fokus und deine Ambitionen begrenzt sind. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

 

Ich kann mir vorstellen, dass die Kosten enorm sind, um eine komplette Band und eventuell ihr Equipment aus Australien nach Europa zu fliegen. Immer mehr internationale Bands ziehen gegenwärtig daher - zumindest temporär - nach Berlin, um so einfacher in Europa touren zu können. Wäre das für euch auch denkbar?

Wir haben darüber auch schon nachgedacht. Und denken auch weiterhin in diese Richtung. Es wird aber darauf ankommen, wie gut das neue Album in Europa und UK läuft und wie viel Erfolg wir dort haben, wenn es überhaupt erfolgreich wird.