×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»The Queen Is Dead«: wie guter Wein

The Smiths

Mal wieder ist eine Liste der besten Alben aller Zeiten erschienen. Beim NME holt sich »The Queen Is Dead« von den Smiths in der »definitiven Liste« den ersten Platz. Das war vor 10 Jahren noch ganz anders.
Geschrieben am

Morrissey, früher Sänger der legendären Indiepop-Band The Smiths, hält sich aktuell schon mit seiner gerade erschienenen Biographie in den Schlagzeilen. Die Memoiren fanden in der ersten Verkaufswoche einen rekordverdächtigen Absatz. Die ersten Plätze, die Morrissey solo und mit seiner Ex-Band in zahllosen Kategorien und Listen erhalten hat, wird er kaum noch überblicken können. The Smiths feierten zu ihrer aktiven Zeit verdientermaßen große Erfolge und besitzen Kultstatus bei der nächsten Generation

Jetzt haben sie mit »The Queen Is Dead« bei der nächsten Liste »der besten, der besten Alben aller Zeiten und überhaupt« die Spitze erklommen. Der NME ließ etwa 80 aktuelle und frühere Autoren ihre 50 Lieblingsalben benennen und errechnete daraus die »definitiv besten Alben aller Zeiten«. Somit lässt sich zumindest vermuten, dass das Smiths-Werk von 1986 als Konsensalbum schlechthin einzuordnen ist.

 

Entweder hat das 80's-Revival den Smiths hier unter die Arme gegriffen, oder das Album reift im Laufe der Jahre erst zu voller Stärke. Jedenfalls reichte es bei der NME-Auswahl der »besten Alben aller Zeiten« vor zehn Jahren nur zu Platz 8 und bei den »besten britischen Alben aller Zeiten« musste man sich 2006 noch den Stone Roses geschlagen geben. In der Rolling Stone-Liste der »besten 500 Alben aller Zeiten« (2003) landete das Album völlig chancenlos auf Rang 216, dort kamen die Stone Roses dafür gar nicht erst vor.