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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Dream Darling«

The Slow Show

Lasset das Seufzen beginnen. Die zartbesaitete Band aus Manchester punktet wieder mit schleppenden Songs voller Weltschmerz und Zauber.
Geschrieben am
Manchester hat es noch immer drauf. Die britische Arbeiterstadt schafft es auch heute noch, die Traurigsten unter den Bands hervorzubringen. The Slow Show, die man musikalisch wohl eher irgendwo zwischen Cincinnati (The National) und Nashville (Lambchop) verorten würde, sind da keine Ausnahme. Die Entdeckung des Haldern-Pop-Labels spannt auch auf ihrem zweiten Album den Melancholie-Bogen mit großen Gesten bis zum Äußersten und hangelt sich an den üblichen Vokabular-Koordinaten tears, hurt, you und me entlang.

Trotz all des Trübsalblasens enttäuschen The Slow Show jedoch keinesfalls. Grund dafür ist die unwiderstehliche Art, mit der sie ihre Songs vortragen und ihre Stärken ausspielen. Das delikate Teamplay aus Rob Goodwins Brummbär-Gesang und der klassischen Begleitung inklusive Bergarbeiter-Blaskapelle formiert sich zu einem akustischen Dackelblick. Da verzeiht man The Slow Show das mäßig spannende Songwriting und verfällt der geglückten Darbietung von Highlights wie »Brawling Tonight«, die als Krönung nun häufiger von weiblichen Vocals geschmückt werden. Das ist Jammern auf hohem Niveau. 

The Slow Show

Dream Darling

Release: 30.09.2016

℗ 2016 Haldern Pop Recordings

The Slow Show »Dream Darling« (Haldern Pop / Rough Trade)