×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

The Singer

Teitur

Quo Vadis, Teitur? Mit "The Singer" bewegt sich der Londoner, ehemals Färö-Insulaner, weiter durch ein Territorium, das er mit "Poetry And Aeroplanes" und "Stay Under The Stars"
Geschrieben am

Quo Vadis, Teitur? Mit "The Singer" bewegt sich der Londoner, ehemals Färö-Insulaner, weiter durch ein Territorium, das er mit "Poetry And Aeroplanes" und "Stay Under The Stars" schon sehr für sich eingenommen hat: Teitur ist ein Singer-Songwriter alter Schule, der einfach aufhorchen lässt, mit viel Charme und Talent.

Seine neue Platte ist schlicht und klassisch instrumentiert, an manchen Stellen wird er nur von einem brummelnden Cello begleitet und konzentriert sich komplett auf die mehr oder weniger traurigen Geschichten in seinem Notizbuch. Immer dann, wenn Euphorie und das grosse Fanal einsetzen könnten, kommt alles anders, die Stimme bleibt gebrochen.

Ausnahmen bilden Teiturs Ode an "Catherine The Waitress", die McCartneys "Lovely Rita Meter Maid" ganz schön schmierig klingen lässt, und die Drake-Hommage "The Girl I Don't Know": tolle Songs, die hoffentlich bald im Radio landen. Im Ganzen betrachtet wandert "The Singer" über den schmalen Grat zwischen Folk, Chanson und Musical, und muss in Anbetracht der jungen Jahre natürlich scheitern. Die Bestimmtheit, mit der das passiert, und wie sich Teitur zwischen Schablone und Selbstironie verirrt, macht ihn aber - wieder mal - ziemlich sympathisch.