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Grownass Man

The Shouting Matches

So mancher Musiker, der künstlerisch und kommerziell alles erreicht hat, nimmt sich für den Fortgang seiner Karriere die Kauzigkeit unorthodoxer Entscheidungen heraus.
Geschrieben am

Autor: intro.de

Bei einem Typen wie Justin Vernon, der für seine Band Bon Iver auf der ganzen Welt gefeiert wird, nimmt das ob seiner enormen Produktivität beinahe irrwitzige Züge an. Die Shouting Matches sind eines der älteren seiner etwa zehn musikalischen Projekte in den letzten fünf Jahren. Mit ihnen spielt er nicht etwa Indie-Folk, sondern angesumpft-urwüchsigen Blues. Und das richtig gut.

Denn obwohl Vernon die klassischen Schemata dieser traditionellen Musik nur sanft variiert, liegen in den zehn Songs des Albums die Seele und Authentizität, die Rockstars auf Abwegen meist abgeht. »Mother When?« beispielsweise erinnert an lebendig instrumentierten New-Orleans-Rhythm-and-Blues, andere, direkter arrangierte Songs haben etwas von Mark Knopfler, dann wieder bleibt Vernon ganz archaisch und karg. Gut und schön und eine fühlbare Geschichtsreise – nur mit Independent Rock hat die Platte gar nichts zu tun.

In drei Worten: Rückblick / Verweigerung / Blues