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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Big Life«

The Rifles

Alles wie gehabt bei den Brit-Poppern aus Nordlondon: mitsingtaugliche Pop-Nummern, in der Summe aber eher höhepunktarm. 
Geschrieben am
»Als die erste Londoner Band seit längerer Zeit, die es wert ist, sich ihren Namen auf dem Herzen eintätowieren zu lassen«, bezeichnete ein NME-Autor die Rifles anlässlich ihrer Debüt-LP. Ziemlich genau zehn Jahre nach der Veröffentlichung von »No Love Lost« erscheint das fünfte Studioalbum »The Big Life«. Musikalisch ist alles wie gehabt – irgendwo zwischen The Jam, Arctic Monkeys und den Libertines lässt man wenig Raum für Experimente.  

Dabei ist fehlender Raum nicht das Problem, das Doppelalbum vereint satte 18 Songs. Man habe sich schlicht nicht entscheiden können, sagt Sänger Joel Stocker. Das lässt sich kaum nachvollziehen. »Wall Around Your Heart« oder »Independent« sind schöne, mitsingtaugliche Britpop-Nummern – aber zu viele Songs rauschen dann doch nur so durch. Große, erinnerungswürdige Tracks wie einst »Local Boy« bleiben die Ausnahme. Kann man gut hören auf einer Autofahrt von Walthamstow nach Kentish Town, oder von Wolfsburg Richtung Berlin, ohne zu sehr abgelenkt zu werden, nachher passiert sonst noch ein Unfall. Statt eines Tattoos auf dem Herzen sind die neuen Rifles mehrheitlich ein Fall für einen kleinen Aufkleber an der Stoßstange. 

The Rifles

Big Life

Release: 19.08.2016

℗ 2016 The Rifles under exclusive licence to Cooking Vinyl Limited

  The Rifles »Big Life« (Cooking Vinyl / Indigo)