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Klang

The Rakes

Der Reiz von Berlin ist unerschütterlich, zumindest für Ausländer, und keiner, der diese Stadt ab und zu besuchen muss, weiß, warum.
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Der Reiz von Berlin ist unerschütterlich, zumindest für Ausländer, und keiner, der diese Stadt ab und zu besuchen muss, weiß, warum.

Auch die Rakes fühlten sich ganz erfrischt und inspiriert, als sie für die Aufnahmen zu ihrem dritten Album "Klang" die Öde Londons für das aufregende und inspirierende Leben unter der Quadriga eintauschten, und meinen nun, das auch im Ergebnis herauszuhören. Das erschließt sich aber höchstens in Nuancen. Denn so weit war ihr Sound von der Vorwendephase eines David Bowie auch schon vorher nicht entfernt. "Klang" ist wie schon die beiden Vorgänger Postpunk-nah an britischen Originalen wie Wire oder an US-Pendants wie den Talking Heads, außerdem versuchen sich die Rakes erneut an ein paar dynamischen Kanten, die an schroffere Wiedergänger wie Les Savy Fav erinnern. Im Endergebnis hört man ihnen aber doch noch den Hang zu poppiger Geschmeidigkeit an, die trockene Harmonik der Strokes bzw. Spuren vom Britpop-Glam der Futureheads oder Libertines. Zwar schält sich keiner der Songs ansatzlos als Hit heraus, die Platte funktioniert als geschichtsbewusste, nicht zu anbiedernde und spielerisch-rau arrangierte Facette innerhalb der britischen Poplandschaft aber bestens.