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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Standards Vol. II«

The National Jazz Trio Of Scotland

Der schottische Multiinstrumentalist Bill Wells tingelt als Jazz-Chamäleon durch wechselnde Besetzungen und Genres.
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Welcher PR-Mensch hat sich das bloß ausgedacht: ein Trio, das kein Trio ist? Jazz-Standards, die keine sind, und ein Multiinstrumentalist, der Entspannung vertont. Der schottische Multiinstrumentalist Bill Wells tingelt als Jazz-Chamäleon durch wechselnde Besetzungen und Genres. Sein Output ist hochfrequent. Unter drei Alben im Jahr macht er’s eigentlich gar nicht mehr. Eines dieser Projekte ist The National Jazz Trio Of Scotland. Dessen Debüt – ein völlig verspulter Weihnachts-Sampler in Nouvelle-Vague-Manier – ließ die Jazz-Szene 2012 aufhorchen.

»Standards Vol. II« wird sie nicht weniger verzücken und eignet sich besonders für diejenigen, denen das Genre durch seine Konventionalität so langsam auf den Geist geht. »Standards Vol. II« ist bewusst untertourig gehalten und verabschiedet sich fast komplett vom Jazz. Was bleibt, sind Wells’ versiertes Klavierspiel und eine Truhe voller Samples und Loops, die er sparsam einzusetzen weiß. Und wo seine Jazz-Kollegen vermutlich versierte Sänger für die Vocal-Performance engagieren würden, begnügt sich Wells mit »stimmlichen Laien«, die dem vielstimmigen Ganzen ein gewisses Maß an Ehrlichkeit und Fragilität abverlangen.

 

In drei Worten: Untertourig / Fragil / Vielstimmig