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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Simple Forms«

The Naked And Famous

Nacksch Und Berühmt hätten sich vor dieser dritten Platte fast aufgelöst. Geil! Aber nun geht es mit »Simple Forms« doch noch weiter.
Geschrieben am
»Multiple« heißt das, was unter anderem Andy Warhol gemacht hat, als er Pop- und Konsumdinge (Müll) vervielfältigend dargestellt hat. So ähnlich machen es The Naked And Famous mit ihren Songs seit 2010, nur ohne Message. Kürzlich erschien »Higher«, ein Eigencover ihres Hits »Young Blood«. Auf dem dazugehörigen neuen Album folgt dann noch mal der gleiche Song, diesmal mit »The Water Beneath You« betitelt, und so geht es grob weiter. »My Energy« hat Nuancen, die an Owl City oder etwas von DJ Sammy und Silver erinnern. Like, wer noch kennt. Das bisschen Schrulligkeit, das TNAF bei ihrem Auftauchen hatten, ist knallharter Produktionskalkulation gewichen. Alles auf der Platte mit dem verräterischen Namen »Simple Forms« ist darauf abgestimmt, bald schon wieder vergessen zu werden. Man ahnt bei leicht entschleunigten Songs wie »Losing Our Control«, »Backslide« oder »Rotten«, wie es klingen könnte, wenn auf den Überproduktionsexzess verzichtet worden wäre. Denn TNAF sind eine Band, die mit Alisa Xayalith und Thom Powers zwei ordentliche Leadsänger hat – und das Potenzial verkloppt. Dass es ihnen um Texte oder Botschaften nicht gehe, räumt Powers selbst ein, und man kann diese tatsächlich getrost vergessen. Und das Album auch. Und die Band gleich mit.

The Naked and Famous

Simple Forms

Release: 14.10.2016

℗ 2016 Somewhat Damaged Limited