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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

The Man Who Sleeps On His Breath

Monk

Mal ehrlich: Wenn auf dem Infozettel gestanden hätte: "neuester Kanada-Hype aus dem Broken-Social-Scene-Umfeld"
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Mal ehrlich: Wenn auf dem Infozettel gestanden hätte: "neuester Kanada-Hype aus dem Broken-Social-Scene-Umfeld" - man hätte es bestimmt erst mal geschluckt. Ist aber nicht so, denn dieses Trio kommt aus Österreich, genauer gesagt aus Graz, und veröffentlicht heuer sein zweites Album, ohne dass in Deutschland bislang irgendjemand groß Notiz davon genommen hätte.

Das könnte sich ändern, denn die drei Monks machen Musik, die weltweit goutiert werden könnte und sollte. Eklektisch und modern zugleich. Pop mit Widerhaken: Flockiger Sixties-Flair wird gebrochen von störrischen Gitarren, manchmal einigt man sich auf eine Hitmelodie, dann wieder nehmen die Gesangslinien von Susanna Sawoff komische Wendungen. So bleibt alles gefällig und spannend zugleich.

Hier wird mit nichts gegeizt: Obwohl die Grundbesetzung ein Trio ist, werden die Songs ausstaffiert mit Bläserarrangements, Glockenspiel und feinen Chorsätzen. Manchmal denkt man aufgrund der verschrobenen Poppigkeit und der Art zu singen an die wunderbaren Hidalgo aus Nürnberg. Man könnte einwenden, dass die Produktion eine Spur zu sauber ist, um als hundertprozentig amtlich cool durchzugehen - aber das sind ja nun wirklich Luxusprobleme.