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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»A World Of Masks«

The Heliocentrics

Heliocentrics garantieren Ethno-Jazz, der zwar nicht für jedermann ist, aber vielleicht sein sollte.
Geschrieben am
Während man eine Review schreibt, hört man naturgemäß das betreffende Album. Manchmal macht man dabei aber auch ganz andere Sachen: Staubsaugen, kochen, oder der Fernseher läuft im Hintergrund. Die Musik kann dabei ganz sonderbare Verknüpfungen erzeugen, das Gesehene neu kontextualisieren. In diesem Falle lässt mich »A World Of Masks« tatsächlich glauben, »Miss Undercover 2« sei ein richtig guter Film. Das zeigt vor allen Dingen, auf was für einem Niveau sich die Heliocentrics mittlerweile befinden. Dabei hätte man auch auf die Idee kommen können, dass bei der neunten LP in zehn Jahren ein Qualitätseinbruch fast schon zwangsläufig ist. Nachdem die Heliocentrics schon mit Mulatu Astatke und Melvin van Peebles zusammenspielten und Künstlern wie Madlib als permanente Inspirationsquelle dienen, folgt nun der nächste Schritt: Mit Barbora Patkova haben sie eine Sängerin an Bord. Diese besondere Mischung bringt eine ganz neue Qualität hervor, denn nie kamen sie ihrem großen Vorbild Sun Ra und dessen Arkestra näher. So wie der Meister dieses Sounds aus Jazz, Ethno, Funk und Psychedelic bewegt sich die Band nun in andere Sphären. In wirklich ganz hinreißenden elf Stücken machen die Heliocentrics eine Reise durch Raum und Zeit. Und während Sandra Bullock gerade den Fall gelöst hat, verabschiede ich mich ganz woandershin.

The Heliocentrics

A World of Masks

Release: 26.05.2017

℗ 2017 Soundway Records