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»Directions«

The Green Apple Sea

​Allmächtiger! Alt-Country aus dem Frankenland. Das klingt auf dem Papier seltsam, geht aber bei Green Apple Sea auch mit einer poppigeren Ausrichtung voll auf.

Geschrieben am

Natürlich ist Nürnberg nicht gerade als Brutstätte für Americana- oder Country-Musik bekannt. Gitarrensaiten-Automaten oder Honky Tonks findet man an fränkischen Wegesrändern eher selten. Doch irgendetwas muss da sein, das Green Apple Sea 2010 dazu brachte, das herzerweichende »Northern Sky / Southern Sky« mit so viel Geschick und Authentizität einzuspielen, dass selbst geübte Altherrenmusik-Liebhaber voller Euphorie mit dem Kopf nickten. Auf die kleinen Veröffentlichungen des Labels K&F (Bergen, The Marble Man, The Gentle Lurch) ist eben immer Verlass.

Der nun wirklich verdammt lang erwartete Nachfolger Green Apple Seas legt direkt im Opener »Doc Watson Dream« inhaltlich mit einer persönlichen Auseinandersetzung mit der Musik sowie cleveren Anspielungen und Quellenangaben los, während im Hintergrund Pedal-Steel-Gitarren die Wege pflastern. Diese wurden auf »Directions« wieder wie nebenbei mit den altbekannten Markenzeichen wie weiblichen Background-Vocals geschmückt und sind im Vergleich zu früher hörbar leichter begehbar, ohne ins Seichte abzugleiten. Der Moll-Grundton des Vorgängers weicht auf »Directions« einem verträumten Uptempo-Vibe, der selbst bei Zeilen wie »Every day now I wonder why there must be so much pain« (»Hundred Times A Day«) oder »Please don’t you go away from me« (»The Change Of Weather«) fast immer den Kopf ein Stück weit oben halten kann, obwohl der Abschied hörbar schmerzt.

The Green Apple Sea

Directions

Release: 18.05.2018

℗ 2018 K&F Records

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