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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

The Great Zeitzeugen-Swindle

Fraktus

Sie haben in den 80ern versehentlich Techno erfunden, sind in Flammen untergegangen und jetzt wieder da: Fraktus! Alles geil oder alles Fake? Wir sprachen exklusiv mit Rocko Schamoni, Heinz Strunk und Jacques Palminger, den Machern der Mockumentary, über die beste deutsche Komödie seit Jahrzehnten. Hier ein Teaser vorab.
Geschrieben am
Der Film „Fraktus“ wird getragen von O-Tönen realer Künstler, die alle so überzeugend und begeistert über die Band referieren. Habt ihr da alle bekommen, die ihr angefragt habt, oder haben auch welche abgewunken, weil das ganze Projekt von notorischen Wiederkehrern vielleicht zu nah an ihnen selbst dran war?
Schamoni: Die meisten der Angefragten haben da sehr locker mitgemacht, auch wenn die nicht genau wussten, was da hinterher rauskommt. Die, die nicht mitgemacht haben, also Sven Väth und noch paar haben vermutlich genau aus dem genannten Grund dann abgesagt. Es haben übrigens viel mehr mitgemacht, als dann im Film zu sehen sind.
Palminger: Ach, das finde ich jetzt blöd, aufzuzählen, wen man alles nicht sieht.
Schamoni: Stimmt.
Strunk: Wollten nicht auch irgendwelche DJs total viel Kohle dafür, dass sie das machen? Soweit kommt’s noch! Na, jedenfalls, die die man sieht, haben den Spaß gern mitgemacht. Selbst Blixa Bargeld, der ja gemeinhin als ausgewiesen humorlos gilt.
Palminger: Mich fasziniert daran vor allem, wie sehr diese O-Töne die Geschichte verifizieren. Ich hatte mir das ein bisschen vorgestellt, aber dass das diesen Durchmarsch am Anfang einleitet, das hatte ich nicht auf dem Schirm.
Schamoni: Wer dabei ja am weitesten geht, ist Westbam. Da stellt der sich an seine Plattenteller und spielt die von uns auf seinen Hit nachgeäffte Maxi, die zehn Jahre älter sein soll, und guckt so’n leicht verschämt und ertappt in die Kamera. Da dachte ich dann: „Stimmt, das Stück mit dem Ravesignal ist eigentlich von uns!“ Er hat mich selbst mit meiner Geschichte überzeugt, weil er es so gut bringt. Man kann den Beteiligten einfach nur dankbar sein, dass die uns solche Statements geschenkt haben.

Das exklusive, komplette Gespräch zwischen Studio Braun und Intro demnächst hier auf intro.de und als Titelstory in Intro#207 (erhältlich ab 27.10.2012)