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So war’s in Düsseldorf: Thanks, Gassy!

The Gaslight Anthem live

Die Welt ist nicht genug: In Düsseldorf spielen The Gaslight Anthem ihre bislang größte Show in Deutschland.
Geschrieben am

01.04.2013, Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle

Nachdem The Gaslight Anthem mit ihrem letzten Album »Handwritten« von Side One Dummy Records zum größeren Label Mercury Records gewechselt sind, steht nun zusätzlich ein Aufstieg in noch größere Hallen an. Mit ihrer Show in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle spielt die Band, die seinerzeit in weitaus kleineren Venues begann, ihre bislang größte Headliner-Show in Deutschland.

Erst vor drei Wochen haben Apologies, I Have None für Make Do And Mend das MTC in Köln aufgewärmt. Als Support des Headliners aus New Jersey dürfen die vier Londoner an diesem Abend alle Regler aufs Maximum stellen. Zwar wirkt die Band anfangs noch eingeschüchtert von der Größe der Halle, Dank des warmen Empfangs der Menge merkt man davon aber recht schnell nichts mehr. Die Freude, vor einem so großen Publikum spielen zu können, überwiegt deutlich. Nach einer halben Stunde und dem Großteil des Albums »London« ist die Feuertaufe bestanden, die Band verabschiedet sich mit einem »Thanks, Gassy«.

Das kanadische Garage-Duo Japandroids hat im vergangenen Jahr mit »Celebration Rock« ebenfalls sein zweites Album vorgelegt. Das Zusammenspiel von Schlagzeug und Gitarre wirkt das ganze Set hindurch wie ein Wettkampf um den Preis des Schnellsten an seinem Instrument. Leider bleibt das Publikum dabei auf der Strecke und wirkt teilweise überfordert von der Wucht, die da von der Bühne kommt.

Um halb zehn tritt zu den Tönen von »Welcome To The Jungle« endlich die Band um Brian Fallon auf die Bühne und startet sofort mit einigen Songs des Albums »The '59 Sound«. Wie die Band später erklärt, ist es das Konzept des Abends, die Alben in Blöcken abzuspielen. Das Konzept geht auf, und selbst die Songs von »Handwritten«, können trotz der für alte Fans eher enttäuschenden Qualität live voll überzeugen.

Dass sich häufige Konzertbesuche bei The Gaslight Anthem lohnen, erfährt man zu Mitte des Sets: Die Band bedankt sich bei ihrem Fan Rebekka, die schon zum vierzigsten Mal einen Auftritt der Band sieht. Mit Ausnahme von dieser Aktion und eine Anekdote von einer Show mit Social Distortion bleibt Brian Fallon aber ungewohnt wortkarg und konzentriert sich lieber auf die zahlreichen musikalischen Auseinandersetzungen mit seinen Bandkollegen. Nach einem Zugabenblock beenden The Gaslight Anthem ihr Set wie gewohnt mit »The Backseat«. Sie hinterlassen ein sichtlich zufriedenes Publikum, das sich schon auf die anstehenden Festivaltermine der Band freuen darf.